Putins Außenminister schickt drastische Warnung nach Europa
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„Ein sehr kurzer Krieg“: Putins Außenminister schickt drastische Warnung nach Europa
Von: Lukas Richter
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Lawrow droht Europa: Ein Angriff auf Russland würde laut ihm zu einem „sehr kurzen“ Krieg führen.
Moskau – Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Europa mit einer scharfen Kriegswarnung gedroht. Sollte Europa Russland angreifen, werde daraus „ein völlig anderer Krieg. Ein sehr kurzer“, sagte er beim Internationalen Jugendfestival. Russland selbst habe keinerlei Interesse daran, westliche Staaten anzugreifen, betonte Lawrow.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Die Aussage fiel bei einem Auftritt Lawrows am 16. September in Jekaterinburg, wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet. Der Außenminister warf europäischen Politikern vor, immer wieder von Vorbereitungen auf einen Krieg mit Russland zu sprechen.
Moskau hoffe, dass die Warnung in den europäischen Hauptstädten und bei den Institutionen der EU verstanden worden sei. Sollten westliche Staaten eigene Soldaten in die Ukraine schicken, wertete Lawrow das ebenfalls als direkte Eskalation. Eine solche Stationierung wäre aus russischer Sicht „eine Erklärung des direkten, nicht des hybriden Krieges“, sagte der Minister.
Lawrow warnt vor direktem Krieg mit Europa
Präsident Wladimir Putin habe sich bereits gegen entsprechende Pläne ausgesprochen. Lawrow begründete seine Drohung mit den bekannten Vorwürfen gegen den Westen. Dieser habe sich seit Langem für eine Eindämmung Russlands entschieden und die NATO immer näher an die russischen Grenzen gebracht. „Konfrontation ist nicht unsere Wahl“, sagte Lawrow.
Frühere russische Angebote für eine gemeinsame Sicherheitsordnung seien vom Westen zurückgewiesen worden, behauptete er. Westliche Staaten hätten sich zudem als unzuverlässig erwiesen. Der Westen habe aus seiner Sicht bis heute nicht gelernt, Russland auf Augenhöhe zu begegnen, so sein Vorwurf.
Moskau hält an seinen Kriegszielen fest
Für Verhandlungen über die Ukraine erklärte sich Lawrow grundsätzlich bereit. „Wir sind sowohl zu bilateralen als auch zu trilateralen Gesprächen bereit. Wir haben sie nie abgelehnt“, sagte er.
Russland warte auf Vorschläge und akzeptiere grundsätzlich jeden Verhandlungsort, auf den sich die Beteiligten einigen könnten. Moskau mache sich dabei allerdings „keine großen Illusionen“, fügte Lawrow hinzu.
An den russischen Forderungen für ein Ende des Krieges änderte er nichts. Eine Einigung setze voraus, dass die zu Beginn des russischen Angriffs formulierten Ziele erreicht würden. Moskau verlangt nach Lawrows Worten unter anderem, die von Russland genannten „Ursachen“ des Konflikts zu beseitigen.
Dabei verwies er auf die NATO‑Politik sowie auf Rechte russischsprachiger Menschen in der Ukraine. Sprache und orthodoxe Religionsausübung nannte er ebenfalls. Diese Ziele seien „absolut klar und verständlich“.
Den Krieg in der Ukraine bezeichnete er als direkte Folge einer aus seiner Sicht expansionistischen Politik des Westens. Westliche Staaten versuchten außerdem, Russland zu schwächen und zu destabilisieren, behauptete der Außenminister.
Angriffskrieg gegen die Ukraine
Die Ukraine verteidigt sich seit dem von Präsident Wladimir Putin befohlenen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg vom Februar 2022 gegen die Invasion russischer Truppen. Bisherige Sicherheitszusagen und Garantien – etwa aus dem Budapester Memorandum von 1994 – wurden durch die russische Offensive gebrochen.