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Putins Kriegskasse unter Druck: Ukrainische Drohnen zerstören Ölmilliarden

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Kiews Drohnen treffen Russlands Kriegskasse empfindlich: Kreml startet milliardenschwere Gold-Käufe

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Mehr als die Hälfte der russischen Raffinerien soll lahmliegen. Moskau reagiert und fährt die staatlichen Devisen- und Goldkäufe drastisch nach oben.

Seit dem Frühjahr 2024 nimmt die Ukraine russische Ölanlagen ins Visier. Im März 2026 wurde diese Kampagne stark intensiviert – Raffinerien, Pipelines, Lager und Exportterminals stehen seither unter Beschuss. Die Wirkung dieser Strategie wird nun in konkreten Zahlen sichtbar – und in einer ungewöhnlichen Reaktion des russischen Finanzministeriums.

Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte auf Telegram eine Bilanz der jüngsten Langstreckenschläge. Demnach sind über 51 Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität außer Betrieb gesetzt. Zuletzt getroffen wurden unter anderem Raffinerien in Moskau, Jaroslawl, Kinef, Ust-Luga, Perm, Iljsk, Saratow und Sysran. Verteidigungsminister Jewhenij Chmara wird zitiert: „51 Prozent der getroffenen Raffineriekapazität sind ein erheblicher Schlag gegen die Wirtschaft des Feindes und gegen seine Fähigkeit, Aggression zu betreiben.“ Die Produktion und den Kauf von Langstrecken-Angriffsdrohnen habe die Ukraine in diesem Jahr verdreifacht.

Russlands Finanzministerium greift zu Gold und Devisen

Die ökonomischen Folgen der Drohnenkampagne schlagen sich in den Haushaltszahlen nieder. Das russische Finanzministerium teilte mit:

Das erwartete Volumen der zusätzlichen Öl- und Gaseinnahmen für den Bundeshaushalt wird für Oktober 2026 auf 289,46 Milliarden Rubel (rund 3 Milliarden Euro) prognostiziert.

Die tatsächlichen Öl- und Gaseinnahmen lagen Ende September um 10,04 Milliarden Rubel, rund 104,9 Millionen Euro, unter dem erwarteten Basiswert.

Der Gesamtbetrag der Mittel, die für den Kauf von Devisen und Gold vorgesehen sind, soll sich auf insgesamt 279,42 Milliarden Rubel belaufen, die vom 7. Oktober bis zum 6. November in den Ankauf von Fremdwährungen und Gold fließen.

Das entspricht einem täglichen Kaufvolumen von 12,7 Milliarden Rubel (rund 132,7 Millionen Euro).

Das entspricht dem Fünffachen des September-Volumens. Der Thinktank Institut für Kriegsstudien bewertet diesen Schritt als Maßnahme, den Rubel gezielt zu entwerten. Da Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, steigen die Rubel-Einnahmen rein rechnerisch, wenn die eigene Währung fällt. Das Institut interpretiert dies als ein weiteres Zeichen für Russlands wachsende wirtschaftliche Probleme, darunter Arbeitskräftemangel, Treibstoffengpässe und steigende Inflation.

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