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Putins TV-Chefin warnt Russen vor Aufstand: „Bleibt ruhig“

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Putins TV-Chefin warnt Russen vor Aufstand: „Bleibt ruhig“

Von: Lukas Richter

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RT-Chefin Simonjan räumt Benzinmangel ein und ruft Russen zur Ruhe auf.

Eine prominente TV-Propagandistin warnt die Russen vor einem Aufstand. Margarita Simonjan, Chefin des Staatssenders RT, räumte im Fernsehen Benzinmangel ein, mahnte die Bevölkerung aber zur Ruhe. Gegner Russlands wollten erreichen, dass die Menschen „wie 1917 loslaufen, um den Zarenvater zu stürzen“, sagte sie.

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Die Szene wirkt ungewöhnlich offen. Simonjan verglich die Lage mit den frühen 1990er Jahren und erinnerte an Lebensmittelkarten, Wasserknappheit und schwierige Zeiten nach dem Zerfall der Sowjetunion, wie das russische Investigativmedium The Insider berichtet.

„Kein Benzin?“

In der Sendung des kremlnahen Moderators Wladimir Solowjow fragte Simonjan: „Es gibt kein Benzin? Nun, ich erinnere mich noch, meine Generation erinnert sich, wie Nahrungsmittel rationiert waren.“ Dann verwies sie auf ihre Kindheit in Krasnodar. Dort habe es 1992 Coupons für Lebensmittel gegeben. Sie selbst sei als Kind mit Eimern Wasser holen gegangen, weil es kein Wasser gegeben habe.

Ihre Botschaft war klar: Die Russen sollten sich an härtere Zeiten erinnern und den Mangel hinnehmen. Simonjan sagte dem Bericht zufolge, Gegner Russlands wollten erreichen, dass die Menschen „wie 1917 loslaufen, um den Zarenvater zu stürzen“. Gemeint ist der Sturz von Zar Nikolaus II. während der Russischen Revolution – und kann als Bitte verstanden werden, nicht gegen Wladimir Putin aufzubegehren. Dann rief sie zur Ruhe auf. „Ich fordere alle auf: Ruhe, Ruhe. Ja, es ist schwer, ja, sehr schwer, aber ruhig“, sagte Simonjan laut The Insider.

Raffinerien und Tanker unter Druck

Die Aussagen fallen in eine Phase neuer ukrainischer Angriffe auf russische Energie- und Treibstofflogistik. Am Donnerstagmorgen bestätigte der ukrainische Generalstab Angriffe auf mehr als ein Dutzend Schiffe im Asowschen Meer. Darunter sollen zwölf Tanker gewesen sein. Auch ein Ölterminal in der Region Rostow und ein Munitionslager in der Region Luhansk seien getroffen worden.

Nach ukrainischer Darstellung dienten die Schiffe unter anderem dem Transport von Treibstoff für russische Truppen. Zudem sollen sie Öl und Ölprodukte an internationalen Sanktionen vorbei befördert haben. Der Umfang der Schäden werde noch geprüft. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Reuters meldete am 7. Juli, die Omsker Raffinerie, der größte Benzinproduzent Russlands, habe nach einem ukrainischen Drohnenangriff den Betrieb eingestellt. Nach Recherchen von The Insider wurde bis Ende Juni in 88 von 89 russisch kontrollierten Regionen Treibstoffmangel registriert.

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