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Pyro-Rekordstrafen für FC Bayern und VfB Stuttgart

Sport

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen München/Stuttgart – So viel musste der FC Bayern noch nie zahlen! Für das Pyro-Inferno der Ultras beim DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart (3:0) bekam der Double-Sieger vom Verband eine Rekordstrafe von 260.000 Euro aufgebrummt. Das geht aus dem Urteil des DFB-Sportgerichts im Einzelrichterverfahren hervor. Der Endspielgegner aus Stuttgart erhielt dieselbe Strafe für das ebenfalls massive Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen. Rekordstrafen für Bayern und Stuttgart Richter Stephan Oberholz stellte in der Urteilsbegründung vor allem die Schwere der Vergehen heraus: „das erhebliche Ausmaß, die Dauer und Intensität, die Gefährlichkeit des Fehlverhaltens der Münchener Anhänger sowie die verursachte Spielverzögerung“. Weiter schreibt er: „Die hier zu bewertenden massiven Vorfälle in Form des Zündens hunderter pyrotechnischer Gegenstände gehen in Bezug auf Tat- und Schuldschwere über die bislang bekannten Störfälle hinaus.“ Konkret wurden laut DFB-Protokoll insgesamt jeweils mehr als 300 Pyros in den beiden Fankurven festgestellt – auch als Protest der Ultras gegen den DFB. In der ersten Hälfte wurden von den Bayern-Anhängern mindestens 30 Pyro-Artikel gezündet, nach der Halbzeit folgten zwischen der 51. und 55. Minute weitere 235 – inklusive Raketen und Rauchtöpfen. Wegen des dichten Nebelrauchs musste das Spiel für drei Minuten unterbrochen werden. Deswegen erhöht sich die Strafe um 30 Prozent. Im zweiten Durchgang wurden 39 weitere Bengalos bzw. Blinker von den Münchner Fans angezündet. Ein Pyro-Inferno, für das der DFB eigentlich noch eine höhere Strafe gefordert hatte. Kontrollausschuss forderte eine höhere Strafe Am 30. Juni hatte der DFB-Kontrollausschuss dem FC Bayern in einer E-Mail eine Mega-Strafe in Höhe von 377.100 Euro verhängt. Die Rekordsumme ergab sich aus der Berechnung der Pyro-Vergehen (1000 Euro pro gezündetem Gegenstand, 3000 Euro pro geschossenem Artikel) plus des Aufschlags durch die Spielverzögerung. Der deutsche Rekordmeister legte dagegen Einspruch ein. Im Protokoll heißt es dazu: „Die außergewöhnlich hohe Anzahl an gezündeten Pyrogegenständen sei Folge eines systemischen Versagens der vom DFB verantworteten Einlasskontrollen. Dies sei strafmindernd zu berücksichtigen.“ Auch die Stuttgarter lehnten die zuvor vom Kontrollausschuss geforderte Strafe von 365.000 Euro für die mindestens 319 Pyro-Gegenstände ab. Das DFB-Sportgericht folgte den Begründungen der Bayern und Stuttgarter zum Teil. So wurde die Strafe um mehr als 100.000 Euro gesenkt. Und die beiden Vereine dürfen 86.700 Euro von der Gesamtstrafe bis zum 31. Dezember für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Bayern-Fans für Pyro-Ärger sorgen. Die Uefa hatte dem Verein für das massive Abbrennen von Pyrotechnik bei der Partie gegen Sporting Lissabon (3:1) im Dezember 2025 eine Teil-Sperrung der Südkurve (4800 Plätze in den Blöcken 111 bis 114) für das nächste Champions-League-Heimspiel aufgebrummt. Der Klub selbst ging noch härter vor und sperrte für das Spiel gegen Union St. Gilloise (2:0) im Januar 2026 die gesamte Südkurve (9336 Tickets für die Blöcke 109 bis 117 im Unterrang).

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