Pytlick erklärt sein Glückswurf: „Eigentlich war das ein Kacketor“
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Ausgerechnet ER schießt die Füchse ins Tal der Tränen! Bitterer kann eine Niederlage kaum sein. Die Füchse Berlin verlieren den Handball-Krimi bei der SG Flensburg-Handewitt 33:34 (19:17). Und ausgerechnet Simon Pytlick (25), der 2027 nach Berlin wechselt, versetzt seinem zukünftigen Klub den K.o. Mit dem direkten Freiwurf nach dem Schlusspfiff entdeckt der Däne die Mini-Lücke in der Berliner Mauer und feuert den Ball einfach mittendurch zum Sieg.
Doch wie hat er das entscheidende Ding im Handball-Krimi reingemacht?
Der glückliche Däne bei Dyn nach dem Spiel: „Eigentlich weiß ich es nicht. Ich habe nur aus der Mauer von Berlin gehört: ,Achtung, da kommt ein Unterarmwurf.’ Da habe ich gedacht: Okay, dann kann ich den nicht machen.“ Und lachend schiebt der Däne hinterher: „Eigentlich war das ein Kackewurf, wirklich ein Kacketor, aber auch wirklich schön. Ich habe nur eine Lücke gesehen und mir gedacht: Dann versuche ich, dadurch zu schießen.“
Gesagt, getan. Es steht 33:33 nach 60 Minuten. Flensburg bekommt noch einen direkten Freiwurf. Simon Pytlick, Nationalteam-Kumpel von Berlins Mathias Gidsel (27), sieht, dass Füchse-Kapitän Max Darj (34) und Abwehrspezialist Frederik Simak (28) nicht Schulter an Schulter stehen. Zwischen beiden, direkt in der Mauer-Mitte, ist eine Lücke – direkt dadurch wirft Pytlick unhaltbar für den überraschten Keeper Andreas Palicka (40) das Siegtor.
Pytlick schmunzelt: „Ich konnte eigentlich auch nichts sehen, aber die Halle rief Tor. Ich habe auch ein wenig an Gummersbachs Miro Schluroff und sein Tor gedacht an diesem Wochenende. Dass sein Tor nicht gezählt hat, ist ein wenig schade für den Handball. Aber ich bin froh, dass ich meinen machen konnte.“ Und sympathisch schiebt Pytlick nach: „Das war so ein schönes Spiel und eine tolle Werbung für den Handball, beide Mannschaften haben in vielen Momenten wirklich gut gespielt. Doof ist, dass die Entscheidung so gefallen ist, aber natürlich gut für uns. Es war toll, dieses Spiel zu spielen.“
Nicht nur mit Gidsel (11 Tore), sondern auch mit Füchse-Trainer Nicolej Krickau (39) verbindet Simon Pytlick eine tiefe Freundschaft. Krickau: „Das war ein Topspiel auf Topspiel-Niveau. Aber wir müssen daran arbeiten, auch die letzten Details für uns zu gestalten. Wir hatten eigentlich genug Chancen, den Unterschied zu machen, aber trotzdem bin ich unfassbar zufrieden mit unserem Fokus über 60 Minuten.“ Darj: „Es ist schwer, nach so einer Niederlage etwas Gutes in der Kabine zu sagen. Wir sind alle sauer auf das Ergebnis.“