Quartalsbericht: Samsungs Smartphone-Sparte schreibt rote Zahlen
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Samsungs Smartphone-Sparte hat im zweiten Quartal 2026 erstmals seit 2011 einen operativen Verlust eingefahren. Ausgerechnet stark gestiegene Preise für Speicherchips belasten das Geschäft, obwohl Samsung selbst zu den größten Speicherherstellern der Welt zählt. Der Konzern plant, vor allem das Segment für Premium-Smartphones und Smart Glasses mit KI weiter auszubauen. Trotz guter Verkaufszahlen bei Smartphones geriet das Mobilgeschäft des Konzerns unter Druck. Verantwortlich sind vor allem deutlich höhere Kosten für wichtige Bauteile wie Arbeitsspeicher. Smartphone-Geschäft rutscht ins Minus Die Mobile-Experience-Sparte (MX) erzielte zusammen mit dem Netzwerkgeschäft knapp 20 Milliarden Euro Umsatz. Gegenüber dem Vorjahr konnte Samsung die Erlöse sogar steigern. Dennoch verbuchte die Sparte einen operativen Verlust von 426 Millionen Euro. Für Samsung ist es der erste Verlust im Mobilgeschäft seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Laut Quartalsbericht gingen die Gewinne trotz „solider Verkaufszahlen der Galaxy S26-Serie und der anhaltend starken Nachfrage nach der Galaxy A-Serie [...] aufgrund des branchenweit zunehmenden Kostendrucks bei Komponenten zurück.“ KI-Boom treibt Speicherpreise Hinter den steigenden Kosten steckt vor allem die hohe Nachfrage nach Speicherchips für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz . Hersteller setzen verstärkt auf sogenannte HBM-Chips für Rechenzentren und KI-Systeme. Dadurch steigen die Preise für klassischen Arbeitsspeicher, wie er auch in Smartphones verwendet wird. Diese Entwicklung trifft die Mobilfunksparte besonders stark. Chipgeschäft gleicht Verluste aus Während das Smartphone-Geschäft schwächelt, profitiert Samsungs Halbleitersparte von der Entwicklung. Die Device-Solutions-Sparte steigerte ihren Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 56 Prozent. Mit mehr als 77 Milliarden Euro Umsatz und rund 54 Milliarden Euro operativem Gewinn erzielte der Bereich ein Rekordergebnis. Nach Angaben des Konzerns stammen 99,7 Prozent des gesamten operativen Gewinns aus dieser Sparte. Für die Zukunft setzt Samsung auf weiteres Wachstum im Premiumsegment. Dazu zählen die Galaxy-S26-Serie , die neuen Falt-Smartphones der Z8-Reihe sowie geplante Smart Glasses mit KI-Funktionen. Zugleich arbeitet das Unternehmen daran, die Effizienz zu erhöhen und die Abhängigkeit von teuren Speicherbauteilen zu verringern. Dadurch sollen die Auswirkungen steigender Komponentenpreise begrenzt werden.