DAX +0,23 % 26.385,34 Pkt 16:37:13 MDAX +0,38 % 32.373,74 Pkt 16:37:13 Euro Stoxx 50 -0,19 % 6.538,52 Pkt 16:37:00 Dow Jones -0,32 % 53.804,33 Pkt 16:52:13 S&P 500 -0,09 % 7.746,01 Pkt 16:52:04 Nasdaq -0,09 % 26.581,48 Pkt 16:52:11 Nikkei +0,83 % 67.524,06 Pkt 08:45:02 Gold +2,16 % 4.477,60 USD 16:42:10 Silber +2,18 % 66,18 USD 16:42:07 Brent -0,24 % 88,70 USD 16:41:40 WTI -0,37 % 82,89 USD 16:42:11 Bitcoin -0,14 % 63.463,65 USD 16:52:09 EUR/USD 0,00 % 1,15460 USD 16:51:23 EUR/GBP -0,01 % 0,85440 GBP 16:52:13 EUR/CHF +0,20 % 0,93690 CHF 16:52:13 EUR/JPY -0,02 % 183,723 JPY 16:52:13

Quartalszahlen: Brenntag trotzt Lieferengpässen durch Irankrieg

Wirtschaft

Bastian Prockner KI-Kosten bremsen Gewinnwachstum von Internetkonzern Tencent Die wachsenden Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) trüben erneut die Bilanz von Tencent. Der chinesische Technologiekonzern musste im zweiten Quartal trotz eines überraschend deutlichen Umsatzwachstums ein mageres Gewinnplus hinnehmen. Das Nettoergebnis stieg um 0,7 Prozent auf umgerechnet 7,19 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Videospiele-Entwickler am Mittwoch mit. Analysten hatten mit 7,94 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um elf Prozent auf 26,3 Milliarden Euro zu. Felicitas Dahmen ABN Amro übertrifft Gewinnerwartungen ABN Amro hat die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal deutlich übertroffen. Zwischen April und Juni erzielte die niederländische Großbank einen Nettogewinn von 780 Millionen Euro (900 Millionen US-Dollar). Der Nettozinsertrag wuchs um elf Prozent, die Gebühreneinnahmen um 25 Prozent. Bei der Kapitalausstattung verbesserte sich die CET1-Quote auf 15,9 Prozent. Die Rendite auf das Eigenkapital (RoTE), eine der wichtigsten Kennzahlen für Rentabilität, stieg auf 12,1 Prozent. Das Institut hob gleichzeitig seinen Nettozinsertrag für das laufende Jahr an, von 6,4 auf 6,8 Milliarden Euro. ABN Amro profitiert unter anderem davon, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen im Euro-Raum erhöht hat und womöglich noch weitere Schritte folgen lässt. Felicitas Dahmen Norwegens Staatsfonds mit Rekordgewinnen Norwegens Staatsfonds hat im ersten Halbjahr so viel verdient wie noch nie. Der Gewinn stieg auf fast 185 Milliarden Dollar (1,75 Billionen norwegische Kronen), die Rendite auf 9,4 Prozent. Grund dafür waren vor allem Kursgewinne bei umfangreichen Beteiligungen an Technologieunternehmen aus den USA und aus Asien. Die Rendite des Referensindex sei um 22 Basispunkte übertroffen worden. Der Marktwert des Fonds belief sich Ende Juni auf knapp 2,4 Billionen US-Dollar. Norwegens Staatsfonds investiert die Einnahmen des Landes aus dem Öl- und Gasgeschäft. Nvidia war zum Ende des ersten Halbjahres weiterhin die größte Position im Fonds, gefolgt von Microsoft und Apple. Aktien erzielten insgesamt eine Rendite von 13 Prozent, festverzinsliche Wertpapiere 0,9 Prozent. Jeanne Vesper Bilfinger rutscht nach schlechten Auftragszahlen ab Anleger kehren nach Zahlenvorlage Bilfinger den Rücken. Die Titel des Industriedienstleisters brechen in der Spitze um 9,3 Prozent ein und sind damit auf Kurs zum größten Tagesverlust seit Oktober 2024. Weil sich Kunden wegen der politischen Unsicherheit mit Neuinvestitionen zurückhielten, fiel der Auftragseingang im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) erwartet Bilfinger im Gesamtjahr nun am unteren Ende der Spanne von 5,8 bis 6,2 Prozent. Jeanne Vesper Kostensenkungen bescheren Brenntag deutlich mehr Gewinn Der Chemikalienhändler Brenntag bleibt trotz des Kriegs im Iran und der daraus resultierenden Lieferengpässe für die Branche zuversichtlich. Preisdisziplin, Kostensenkungen und Verbesserungen im Vertrieb hätten sich mehr als ausgezahlt, erklärte Konzernchef Jens Birgersson am Mittwoch. So stieg der Umsatz im zweiten Quartal bereinigt um 11,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Ebitda) um 41 Prozent auf 463 Millionen. Der Nachsteuergewinn vervierfachte sich auf 182 Millionen Euro. In der vergangenen Woche hatte der Vorstand bereits seine Ergebnisprognose zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen angehoben. Da das dritte Quartal anhaltend positiv laufe, werde das Ebitda 2026 nun zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erwartet, hieß es. Finanzvorstand Thomas Reisten erklärte dazu: „Unser Kostensenkungsprogramm trug im zweiten Quartal Einsparungen in Höhe von 41 Millionen Euro bei und liegt damit im Plan für das Gesamtjahr.“ Brenntag sei weiterhin auf Kurs, bis 2027 Einsparungen von 200 bis 250 Millionen Euro zu erzielen. Bastian Prockner Volle Auftragsbücher bringen Jenoptik Gewinnsprung Der Technologiekonzern Jenoptik hat dank einer starken Nachfrage aus der Chip- und Rüstungsindustrie im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung hingelegt und ist auch für das Gesamtjahr optimistischer. Das operative Ergebnis (Ebitda) schnellte um gut ein Viertel auf 98,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz habe sich zwar nur leicht um ein Prozent auf 503,2 Millionen Euro verbessert. Die Auftragsbücher hätten sich dagegen rasant gefüllt: Die Bestellungen schossen um 53 Prozent auf 723,4 Millionen Euro in die Höhe. Im vorbörslichen Handel kletterten die im MDax gelisteten Jenoptik-Aktien um fast vier Prozent. Jeanne Vesper Foxconn mit Gewinnsprung – boomender Absatz von KI-Servern Eine rasant wachsende Nachfrage nach Hochleistungsrechnern für KI-Rechenzentren hat Foxconn einen überraschend deutlichen Gewinnsprung beschert. Das Nettoergebnis sei im zweiten Quartal um 35 Prozent auf umgerechnet 1,61 Milliarden Euro gestiegen, teilte der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger am Mittwoch mit. Die in Frankfurt notierten Aktien legten daraufhin knapp drei Prozent zu. Das offiziell Hon Hai Precision Industry genannte Unternehmen hatte vor einigen Wochen für den Zeitraum von April bis Juni ein Umsatzplus von fast 40 Prozent auf knapp 69 Milliarden Euro bekanntgegeben. Dieser Trend beschleunigte sich im Juli. Da kletterten die Erlöse um mehr als die Hälfte auf ein Rekordhoch von rund 25 Milliarden Euro. Der Wachstumstreiber des taiwanischen Konzerns ist die Server-Fertigung, die inzwischen die iPhone-Produktion für Apple als wichtigsten Geschäftszweig abgelöst hat. Foxconn strebt bei KI-Servern einen Weltmarktanteil von 40 Prozent an. Darüber hinaus bekräftigte das Unternehmen sein Ziel eines „starken“ Umsatzwachstums im laufenden Jahr. Es nennt bei seinem Ausblick traditionell keine konkreten Zahlen. Jeanne Vesper Konsumflaute und Wettbewerb belasten Douglas Die schwache Kauflaune der Verbraucher in ihren europäischen Kernmärkten und Preiskämpfe machen der Parfümeriekette Douglas zu schaffen. Der Umsatz schrumpfte im dritten Quartal, unter dem Strich schrieb die Kette sogar einen Verlust von 2,6 Millionen Euro, wie sie am Mittwoch mitteilte. Dabei verschoben sich Umsätze weiter in Richtung der Online-Shops. Einzelne Douglas-Filialen könnten nun zur Disposition gestellt werden: „Das Unternehmen (überprüft) gezielt die Struktur des Filialnetzes und zieht dabei Profitabilität und Frequenz als Kriterien heran.“ Die bereits im Juni erneut gesenkten Prognosen für das Geschäftsjahr 2025/26 bestätigte Douglas. „Der Wettbewerb um die Gunst der Kundinnen und Kunden ist intensiv“, sagte Douglas-Chef Sander van der Laan. Vor allem in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich hielten sich die Verbraucher zurück – diese Länder machen zusammen rund 60 Prozent des Douglas-Geschäfts aus. Im dritten Quartal sank der Umsatz um zwei Prozent auf knapp eine Milliarde Euro, im Filialgeschäft gab er sogar um 2,5 Prozent nach. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) brach auch angesichts der Preiskämpfe in der Branche um knapp 20 Prozent auf 127,5 Millionen Euro ein. Jeanne Vesper Auftragsbücher von Thyssen-Rüstungstochter TKMS prall gefüllt Die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 zugelegt und sich bei den Jahreszielen etwas optimistischer gezeigt. Der U-Boot-Bauer steigerte seinen Angaben vom Mittwoch zufolge den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit sei insbesondere dank Zuwächsen in der Sparte Submarines um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro geklettert. Der Auftragsbestand habe Ende Juni 20,1 Milliarden Euro betragen – so hoch wie noch nie. Der Konzern erwarte nun unter anderem dank starker Zuwächse bei Atlas Elektronik für das Geschäftsjahr (per Ende September) einen Umsatzanstieg um zehn bis zwölf Prozent nach bisherigen Schätzungen von zwei bis fünf Prozent. Thyssenkrupp hatte die ehemalige Werftentochter Marine Systems im Oktober vergangenen Jahres an die Börse gebracht, die Mehrheit aber behalten. Die heutige TKMS kann sich wegen der weltweiten Nachfrage nach Waffen und Munition vor Aufträgen kaum retten. Norwegen bestellte zwei weitere U-Boote, die deutsche Marine vier Fregatten. Mit Indien führt TKMS finale Vertragsverhandlungen zum Bau von sechs U-Booten. Jeanne Vesper Vestas übertrifft Erwartungen deutlich – Gewinnprognose angehoben Der dänische Windturbinenbauer Vestas hat im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt und seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Das bereinigte operative Ergebnis stieg von April bis Juni auf 446 Millionen Euro von 57 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 205 Millionen Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr rechne Vestas nun mit einer bereinigten operativen Marge von sieben bis neun Prozent, nachdem zuvor sechs bis acht Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der Umsatz soll zwischen 20 und 22 Milliarden Euro liegen. Die Zuversicht basiert auf einem prall gefüllten Auftragsbuch: Der Wert der kombinierten Aufträge für Turbinen und Serviceleistungen summierte sich Ende Juni auf 76,9 Milliarden Euro, ein Plus von 9,6 Milliarden. Die Profitabilität werde sich voraussichtlich verbessern, getragen von Umsatzwachstum, Fortschritten beim Hochfahren der Produktion, guter Projektabwicklung und Kosteninitiativen, hieß es. Anhaltende geopolitische und zollpolitische Risiken dürften jedoch für Unsicherheit sorgen. Jeanne Vesper Sonderboom bei Rohstoffen beschert Indus Gewinnsprung – Prognose erhöht Die auf den Erwerb mittelständischer Unternehmen spezialisierte Beteiligungsfirma Indus hat nach einem starken ersten Halbjahr ihre Prognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um gut 15 Prozent auf 965,2 Millionen Euro, während sich das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) auf 123,5 Millionen Euro mehr als verdoppelte, wie Indus am Mittwoch mitteilte. Hauptgrund für den Wachstumssprung sei eine Sonderentwicklung im Segment Materials Solutions, das von extremen Preisanstiegen und einer angespannten Versorgungslage beim Vormaterial Wolframcarbid profitiere. Für das Gesamtjahr erwarte der Vorstand daher nun ein bereinigtes Ebita zwischen 220 und 260 Millionen Euro, nach zuvor prognostizierten 160 bis 190 Millionen. Der Umsatz soll bei 1,90 bis 2,10 Milliarden Euro liegen. Besonders dynamisch entwickelte sich unser Segment Materials Solutions. Uns ist sehr wohl bewusst, dass diese Entwicklung kein neues Normalniveau beschreibt. Indus-Chef Johannes Schmidt Auch die anderen Segmente Infrastructure und Engineering seien gewachsen, wenn auch deutlich langsamer. Im Bereich Materials Solutions bündelt Indus Metallerzeugung und -bearbeitung, Komponentenfertigung sowie Medizinprodukte und Hilfsmittel. Jeanne Vesper Starke Kalinachfrage verhilft K+S zu höherem Ausblick Der Düngemittel- und Salzkonzern hat nach kräftigen Zuwächsen im zweiten Quartal seine Jahresziele erneut angehoben. „Wir haben im ersten Halbjahr gezeigt: K+S ist operativ gut aufgestellt“, erklärte Vorstandschef Christian Meyer am Mittwoch. Das operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich im abgelaufenen Jahresviertel auf 176 Millionen Euro nach 110 Millionen im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf K+S die Analystenerwartungen von im Schnitt 149 Millionen Euro deutlich. Der Umsatz stieg um gut zwölf Prozent auf 978 Millionen Euro. Lesen Sie hier mehr: Jeanne Vesper Energiekonzern Eon bestätigt Prognose Der Energiekonzern Eon hat das Ergebnis im ersten Halbjahr gesteigert und seine Prognose bestätigt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im Halbjahr um ein Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Lesen Sie hier mehr: Jeanne Vesper TUI-Gewinn sinkt stärker als erwartet – „2026 ist kein normales Jahr“ Jeanne Vesper CoreWeave übertrifft Erwartungen dank KI-Boom CoreWeave hat dank einer starken Nachfrage nach seinen Cloud-Diensten für Künstliche Intelligenz (KI) im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 2,58 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 2,56 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Verlust pro Aktie fiel mit 1,03 Dollar geringer aus als die am Markt erwarteten 1,20 Dollar. Die Aktien des Unternehmens legten im nachbörslichen Handel um fast zehn Prozent zu. Sogenannte Neocloud-Anbieter wie CoreWeave und der Konkurrent Nebius, die anderen Technologieunternehmen Hardware und Cloud-Kapazitäten zur Verfügung stellen, verzeichnen durch die massiven KI-Investitionen der Branche eine rasant steigende Nachfrage. CoreWeave profitiert dabei von engen Beziehungen zu Nvidia und hat sich als wichtiger Anbieter von dessen KI-Chips etabliert. Zu den Kunden zählen unter anderem Meta und das KI-Start-Up Anthropic, der Entwickler von Claude. CoreWeave hat in diesem Quartal einen wichtigen Wendepunkt erreicht, da sich unsere Größe allmählich in einem wachsenden operativen Hebel niederschlägt. Michael Intrator, Firmenchef und Mitgründer Sarah Sendner Server-Anbieter Super Micro erwartet starkes Umsatzplus – Aktie legt zu Der Server-Anbieter Super Micro Computer blickt dank des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) optimistisch in die Zukunft. Das US-Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2027 einen Jahresumsatz zwischen 65 und 72 Milliarden Dollar, wie Super Micro am Dienstag mitteilte. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 52,50 Milliarden Dollar gerechnet. Die Firma setzt darauf, dass die anhaltend starke Nachfrage nach ihren Servern das Wachstum weiter antreibt. Die Aktie des Konzerns legte im nachbörslichen US-Handel um neun Prozent auf 34,51 Dollar zu. Das Unternehmen hatte im Juli von einer stark anziehenden Nachfrage berichtet. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres gingen bei Super Micro Aufträge im Wert von über 60 Milliarden Dollar ein. Technologiekonzerne und Cloud-Anbieter erhöhen derzeit ihre Investitionen in Rechenzentren, um große Sprachmodelle und andere KI-Anwendungen zu betreiben. Lukas Bay Arzneimittelhersteller Dermapharm wird profitabler Beim bayerischen Arzneimittelhersteller Dermapharm zahlen sich die Bereinigung des Portfolios und die jüngsten Übernahmen aus. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um knapp drei Prozent auf 591 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Grünwald bei München mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um zehn Prozent auf 163,2 Millionen Euro. Dermapharm profitierte von den Übernahmen der Mucos-Gruppe („Wobenzym“) und der österreichischen Pharmafirma F.Trenka. Sie machten die Umsatzeinbußen durch den Umbau bei der Tochter Arkopharma, einem Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln, und durch die Bereinigung des Portfolios beim Arzneimittel-Importeur Axicorp mehr als wett. „Wachstumstreiber bleiben unsere etablierten Markenprodukte im In- und Ausland, die wir kontinuierlich weiterentwickeln und durch gezielte Portfolioerweiterungen stärken“, sagte Vorstandschef Hans-Georg Feldmeier. Dazu kämen Wachstumsimpulse aus den Übernahmen. „Auch für das zweite Halbjahr sehen wir in allen drei Segmenten eine insgesamt positive Entwicklung und bestätigen vor diesem Hintergrund unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026“, sagte Feldmeier. Dermapharm erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 1,18 und 1,22 (2025: 1,2) Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebitda von 331 bis 341 (325) Millionen Euro. Lukas Bay Aurubis-Beteiligung beschert Salzgitter Gewinnsprung Der Stahlkonzern Salzgitter hat dank eines hohen Beitrags seiner Beteiligung am Kupferproduzenten Aurubis im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung verbucht und seine Jahresziele angehoben. Der bereinigte Gewinn vor Steuern (Ebt) kletterte auf 257,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 83,8 Millionen Euro zu Buche gestanden hatte, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Für das Gesamtjahr rechnet Salzgitter nun mit einem bereinigten Vorsteuergewinn zwischen 325 und 425 Millionen Euro. Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 4,6 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. „Trotz anhaltend herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und geopolitischer Unsicherheiten haben wir ein erfreuliches Ergebnis erzielt“, sagte Konzernchef Gunnar Groebler. Maßgeblich dafür war ein Ergebnisbeitrag der Aurubis-Beteiligung von 193 Millionen Euro. Zudem hätten sich die Geschäftsbereiche Stahlerzeugung, Handel und Technologie deutlich verbessert. Auch das Sparprogramm P28 trug mit Einsparungen von 97 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 43,5 Millionen Euro nach einem Verlust von 88,9 Millionen Euro im Vorjahr. Lukas Bay Energiekonzern Uniper setzt auf Rechenzentren – optimistischer für 2026 Der verstaatlichte Energiekonzern Uniper hat nach Zuwächsen im ersten Halbjahr seine Erwartungen für 2026 leicht angehoben und will das Geschäft mit Rechenzentren deutlich ausbauen. Das bereinigte Betriebsergebnis (Adjusted Ebitda) sei auf 711 Millionen Euro gestiegen nach 379 Millionen im Vorjahreszeitraum, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Im Gesamtjahr peilt Uniper nun ein Ergebnis in einer Bandbreite von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro nach bislang 1,0 bis 1,3 Milliarden an. Für das Geschäft mit der Stromversorgung für Rechenzentren würden noch in diesem Jahr weitere Investitionsentscheidungen getroffen. Timm Seckel Embraer verkauft mehr Militärmaschinen und steigert Gewinn Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer hat dank eines florierenden Rüstungsgeschäfts seinen Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse stiegen im zweiten Quartal im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 11,34 Milliarden Reais (1,92 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Der Nettogewinn kletterte um 25 Prozent auf 1,11 Milliarden Reais. Angesichts der starken Geschäftsentwicklung verdoppelte Embraer seine Prognose für den freien Cashflow in diesem Jahr. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit) soll nun zwischen 10,0 und 10,6 Prozent liegen, statt der bisher erwarteten 8,7 bis 9,3 Prozent. Embraer produziert kleinere Flugzeuge wie Regionaljets und Geschäftsreiseflugzeuge, aber auch Militärtransportmaschinen. Im abgelaufenen Quartal lieferte das Unternehmen 65 Flugzeuge aus, was einem Anstieg von sieben Prozent entspricht. Besonders stark entwickelte sich die Rüstungssparte mit einem Umsatzplus von 22 Prozent, angetrieben durch das Militärtransportflugzeug KC-390 Millennium. Anna Kipnis Brenntag hebt Gewinnprognose für 2026 erneut an Der Chemikalienhändler Brenntag hebt seine Ergebnisprognose für 2026 zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen an. Weil das dritte Quartal anhaltend positiv laufe, werde das operative Ergebnis (Ebitda) nun zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erwartet, teilte das Dax-Unternehmen am Freitag mit. Erst Ende Juni hatte Brenntag seine Erwartungen für das Ebitda auf 1,25 bis 1,40 Milliarden Euro erhöht. Brenntag profitiert derzeit von einer robusten Nachfrage und gestiegenen Preisen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran und der Blockade der Straße von Hormus. Im zweiten Quartal hatte das operative Ebitda mit 450 Millionen Euro deutlich über den Erwartungen der Analysten gelegen, nachdem es im ersten Jahresviertel noch einen Rückgang verzeichnet hatte. Anna Kipnis Lanxess legt beim Ergebnis zu – Skepsis für zweites Halbjahr Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat im vergangenen Quartal von einer gestiegenen Nachfrage und höheren Absatzmengen profitiert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg von April bis Juni im Jahresvergleich um 1,3 Prozent auf 152 Millionen Euro, wie das Kölner Unternehmen am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem bereinigten Ergebnis von 150,6 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte um 6,5 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Unter dem Strich fuhr Lanxess allerdings einen Verlust von 53 Millionen Euro ein, knapp 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Lanxess seine Prognose und rechnet weiter mit einem operativen Gewinn zwischen 450 und 550 Millionen Euro. Anna Kipnis Munich Re: Preise in Juli-Erneuerung um 5,5 Prozent niedriger Die Preise in der Schaden-Rückversicherung bleiben der Münchener Rück zufolge weiter unter Druck. Risikobereinigt seien die Preise in den Verhandlungen mit den Erstversicherern und Maklern zum 1. Juli um 5,5 Prozent zurückgegangen, teilte der weltweit zweitgrößte Rückversicherer am Freitag mit. Die Munich Re habe deshalb mit 2,9 Milliarden Euro 9,1 Prozent weniger Geschäft gezeichnet. „Auf Geschäft, für das wir keine risikoadäquaten Preise erhalten, verzichten wir bewusst“, sagte Vorstandschef Christoph Jurecka. Das Preisniveau sei trotz des Rückgangs „weiterhin gut“. In der Juli-Erneuerung ging es vor allem um Verträge in Nord- und Südamerika sowie Australien. Anna Kipnis Allianz verdient im Tagesgeschäft überraschend viel Geringe Katastrophenschäden und gute Geschäfte in allen Bereichen haben dem Versicherer Allianz im zweiten Quartal ein Rekordergebnis beschert. Der operative Gewinn kletterte im Jahresvergleich um fast elf Prozent auf knapp 4,9 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Damit übertraf die Allianz die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten klar. Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz weiter auf Kurs zu dem geplanten operativen Jahresgewinn von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro.

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