Quartalszahlen: Intels größter Umsatzsprung seit über 15 Jahren
Bei Intel läuft es wieder besser, sogar so gut, dass die Umsatzsteigerung so groß ausfällt wie seit über 15 Jahren nicht mehr. Rund 16,1 Milliarden US-Dollar wurden eingenommen, das sind gut 25 Prozent mehr als vor einem Jahr. Nur wegen Treuhandaktien für die US-Regierung steht dennoch ein hoher Verlust in den Büchern. Intels CEO Lip-Bu Tan spricht bei den jüngsten Quartalszahlen vom stärksten Umsatzwachstum in über 15 Jahren. Das sei durch mehr Geschwindigkeit, Eigenverantwortung und Kundenorientierung erreicht worden. Finanzchef Dave Zinsner ergänzt, dass eine hohe Nachfrage auch im Bereich KI sowie bessere Ausbeuten bei der Fertigung dazu beigetragen haben. Künftig wolle Intel noch mehr für Ausrüstung, Reinraumkapazitäten und Substrate ausgeben. Das bedeutet allerdings hohe Kosten. 5 Milliarden US-Dollar sollen allein für die Erweiterung der Produktion der neuen Xeon-Prozessoren im Verfahren Intel 3 fließen. 11 Milliarden US-Dollar Verlust sind „unbedeutend“ Da Intel im Rahmen der Chips-Act-Vereinbarung mit der US-Regierung Treuhandaktien verwahrt, müssen Kursgewinne als Verluste ausgewiesen werden. Das sorgt für eine einmalige Belastung in Höhe von satten 13,6 Milliarden US-Dollar. Dadurch fällt der Nettogewinn ins Minus von rund 11 Milliarden US-Dollar (GAAP). Gewinnbereinigt (Non-GAAP) blieben aber 2,2 Milliarden als eigentlicher Profit übrig. Daher spricht Intel bei den GAAP-Zahlen von einem unbedeutenden Verlust. Umsatz nach Sparten Auch wenn Intels Client Computing and Physical AI Group (CCPG) mit 8,9 Milliarden US-Dollar Umsatz das stärkste Standbein bleibt, war es der Bereich Data Center und AI (DCAI), der am meisten wuchs. Die DCAI-Sparte setzte 6,3 Milliarden US-Dollar um, das sind 59 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch beim Foundry-Geschäft gab es ein deutliches Umsatzwachstum von 31 Prozent auf nun 5,8 Milliarden US-Dollar. Allerdings fährt diese Sparte weiterhin hohe Verluste ein. Der Ausblick Für das laufende dritte Quartal 2026 erwartet Intel eine Umsatzspanne von 15,8 bis 16,8 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie wird auf 0,31 US-Dollar geschätzt.