DAX +0,35 % 26.484,03 Pkt 12:27:51 MDAX +0,37 % 32.342,66 Pkt 12:27:56 Euro Stoxx 50 +0,58 % 6.572,01 Pkt 12:27:45 Dow Jones -0,38 % 53.770,27 Pkt 22:43:59 S&P 500 -0,06 % 7.748,50 Pkt 22:36:53 Nasdaq -0,06 % 26.588,49 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,16 % 68.308,59 Pkt 08:45:03 Gold +0,79 % 4.443,80 USD 12:32:48 Silber -0,81 % 65,03 USD 12:32:39 Brent -2,01 % 87,19 USD 12:32:42 WTI -2,20 % 81,44 USD 12:32:53 Bitcoin +0,24 % 63.554,88 USD 12:42:51 EUR/USD -0,03 % 1,15410 USD 12:42:21 EUR/GBP +0,04 % 0,85470 GBP 12:42:55 EUR/CHF +0,02 % 0,93640 CHF 12:42:55 EUR/JPY -0,02 % 183,817 JPY 12:42:56

Quartalszahlen: Mittelmeergeschäft verhilft Sixt zu Rekordumsatz

Technologie

Anna Lena Stahl Hamburger Hafenkonzern HHLA setzt auf Modernisierung – Gewinn bricht ein Die Modernisierung der Hamburger Containerterminals schlägt beim Hafen- und Logistikkonzern HHLA auf die Bilanz durch. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach im zweiten Quartal auf 20,8 Millionen Euro ein von 46,8 Millionen im selben Zeitraum 2025, wie am Donnerstag aus dem Halbjahresfinanzbericht hervorging. Umbauten und Arbeiten zur Automatisierung der Terminals führten auch mit dazu, dass der Umschlag in Hamburg fiel: Im ersten Halbjahr gingen mit rund 2,8 Millionen Standardcontainern (TEU) an den drei HHLA-Containerterminals 7,3 Prozent weniger Boxen über die Kaikanten. „Die Modernisierung unserer Hamburger Containerterminals ist eine entscheidende Investition in die Zukunftsfähigkeit der HHLA“, erklärte HHLA-Chef Jeroen Eijsink. Gerade in einem schwierigen Marktumfeld müsse die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gestärkt werden. „Von daher halten wir konsequent an unseren Zukunftsinvestitionen fest – auch wenn unsere Umbaumaßnahmen und die Infrastrukturarbeiten im deutschen Schienennetz unser operatives Geschäft derzeit beeinflussen.“ Lukas Bay Lenovo dank KI-Boom mit Umsatzsprung – Aktie auf Rekordhoch Der steigende Bedarf an KI-Servern für Rechenzentren beschert Lenovo einen überraschend deutlichen Wachstumsschub. Der Umsatz habe im zweiten Quartal um 43 Prozent auf 26,94 Milliarden Dollar zugelegt, teilte der weltgrößte Computerhersteller am Donnerstag mit. Dies sei der höchste Wert seit fünf Jahren. Der bereinigte Reingewinn verdoppelte sich auf rund eine Milliarde Dollar. Die Lenovo-Aktie baute als Reaktion auf diese Zahlen ihre Gewinne aus und stieg um bis zu 22,1 Prozent auf ein Rekordhoch von 35,46 Hongkong-Dollar. Damit steuerte sie auf den größten Tagesgewinn seit der Finanzkrise von 2008 zu. Trotz eines rückläufigen PC-Absatzes steigerte die Verbraucherelektronik-Sparte, die rund zwei Drittel zum Konzernumsatz beiträgt, die Erlöse um 27 Prozent. Lenovo hatte ebenso wie die Konkurrenten Dell und HP die Preise angehoben, um die rasant gestiegenen Kosten für Speicherchips abzufedern. Die Serversparte wuchs dank einer hohen Nachfrage von Cloud-Anbietern um 60 Prozent. Der Auftragseingang kletterte um fast 160 Prozent auf 54 Milliarden Dollar. Lukas Bay PNE trotzt Windkraft-Flaute mit Projektverkäufen Der Wind- und Solarparkentwickler PNE hat im ersten Halbjahr dank des Verkaufs mehrerer Projekte operativ deutlich mehr verdient und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sprang auf 27,4 Millionen Euro nach 4,7 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie PNE am Donnerstag mitteilte. Das Betriebsergebnis (Ebit) drehte mit 8,5 Millionen Euro ebenfalls ins Plus. Unter dem Strich stand jedoch weiterhin ein Verlust, der sich auf 0,23 Euro je Aktie summierte. „Wir haben in einem herausfordernden Marktumfeld wichtige operative Erfolge erzielt“, erklärte PNE-Chef Heiko Wuttke. Zudem gebe es Fortschritte beim Kostensenkungs- und Transformationsprogramm. Insgesamt habe PNE acht Windenergie- und Photovoltaikprojekte veräußert. Die Prognose für das Gesamtjahr, die ein bereinigtes Ebitda zwischen 110 und 140 Millionen Euro vorsieht, bestätigte Wuttke. Lukas Bay Hapag-Lloyd spürt hohe Kosten für Krisenmanagement in Nahost Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd bekommt die Folgen der Schifffahrtskrise im Nahen Osten finanziell zu spüren. Allein im zweiten Quartal beliefen sich die Kosten infolge der schwierigen Sicherheitslage rund um den Persischen Golf und das Rote Meer auf rund 600 Millionen Dollar, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die Belastung wurde demnach aber gedämpft durch deutlich höhere Transportmengen und Spotraten. Dahinter stehen laut dem Hamburger Unternehmen starke Exporte aus Asien und eine verbesserte Nachfrage in den USA. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Millionen auf 150 Millionen Euro. „Das zweite Quartal war besser als das erste und getrieben durch deutlich höhere Spotraten und eine robuste Nachfrage“, erklärte Konzernchef Rolf Habben Jansen. „Im zweiten Halbjahr 2026 werden wir auf das Wachstum in der Linienschifffahrt und im Terminalbereich fokussiert bleiben und zugleich an strikter Kostendisziplin festhalten, um unsere finanzielle Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern.“ Der Umsatz stieg im zweiten Vierteljahr um 8,4 Prozent auf etwas über fünf Milliarden Euro. Die Frachtrate lag demnach bei durchschnittlich 1475 Dollar je Standardcontainer (TEU) nach 1354 Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Transportmenge erhöhte sich um 3,5 Prozent auf fast 3,5 Millionen TEU. Lukas Bay Prothesenhersteller Ottobock wird etwas optimistischer Beim weltgrößten Prothesenhersteller Ottobock wächst nach dem ersten Halbjahr die Zuversicht. Das Unternehmen aus Duderstadt erwartet für 2026 nun ein organisches Umsatzwachstum im Kerngeschäft von sechs bis acht (bisher fünf bis acht) Prozent, die um Sondereffekte bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll mindestens 27 (bisher mindestens 26,5) Prozent erreichen, wie Ottobock am Donnerstag mitteilte. Das trieb die im SDax notierte Aktie vorbörslich um 3,2 Prozent nach oben. „Wir blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, in dem wir uns durch starkes organisches Wachstum schneller als der Markt entwickelt haben“, sagte Vorstandschef Oliver Jakobi. Der Umsatz stieg – ohne die zum Verkauf stehenden Unternehmensbereiche – von Januar bis Juni um knapp acht Prozent auf 818,5 Millionen Euro. Das organische Wachstum - ohne Zukäufe – belief sich auf 6,7 Prozent. Am stärksten wuchs Ottobock in Europa, wo der Krieg in der Ukraine das Geschäft treibt. In Amerika ging der Umsatz dagegen aufgrund des schwachen Dollar um fünf Prozent zurück. Das bereinigte Ebitda kletterte im Konzern um 18 Prozent auf 207,0 Millionen Euro, die Ebitda-Marge verbesserte sich damit auf 25,3 (23,1) Prozent. Unter dem Strich blieb ein mehr als verdoppelter Gewinn von 67,3 (28,0) Millionen Euro. Lukas Bay Boom bei Digitalwerbung beschert Ströer Gewinnplus Der Außenwerbekonzern Ströer hat dank eines florierenden Geschäfts mit digitalen Werbeflächen im ersten Halbjahr mehr verdient. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um drei Prozent auf 273 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Konzernumsatz legte organisch um 2,7 Prozent auf 1,037 Milliarden Euro zu. Wachstumstreiber sei das Kerngeschäft mit Außenwerbung (OoH) gewesen, das um acht Prozent zulegte, während die Sparte für digitale Dienstleistungen und E-Commerce schwächelte. „Die Zahlen des ersten Halbjahres 2026 bestätigen unsere operative Stärke und wir entwickeln uns wie geplant“, erklärte Firmenchef Udo Müller. „Besonders OoH Media entwickelte sich nachhaltig positiv und Digital Out of Home ist mit einem Umsatzplus von 19 Prozent zentraler Wachstumstreiber unseres Kerngeschäfts.“ Damit könne Ströer die vergleichbar schwächere Dynamik in Nicht-Kerngeschäftsbereichen kompensieren. Für das Gesamtjahr bestätigte Müller seine Prognose, die ein Umsatzwachstum um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz vorsieht. Das bereinigte Ebitda soll sich analog dazu entwickeln. Lukas Bay Schwache Nachfrage macht Hello Fresh vorsichtiger Die sinkende Nachfrage macht Hello Fresh weiterhin zu schaffen. Der Essenslieferant gab am Donnerstag einen Umsatz- und Gewinnrückgang bekannt. Zudem äußerte er sich zurückhaltend zum Ausblick für das Gesamtjahr: „Der erwartete Umsatz entwickelt sich in Richtung des unteren Endes der Prognose von währungsbereinigt minus drei bis minus sechs Prozent.“ Die Vorhersage eines operativen Gewinns zwischen 375 und 425 Millionen Euro tastete das Unternehmen nicht an. Als Reaktion auf die Zahlen gab die HelloFresh-Aktie im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate 2,2 Prozent nach. Im zweiten Quartal schrumpften die Erlöse währungsbereinigt um knapp neun Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis brach um rund 24 Prozent auf 121,1 Millionen Euro ein. Wie in den vorangegangenen Quartalen fiel der Rückgang der Bestellungen in der Sparte Kochboxen, die alle Zutaten für ein bestimmtes Gericht enthalten, überdurchschnittlich aus. Das margenstärkere Geschäft mit Fertiggerichten, auf das HelloFresh seine Hoffnungen setzt, kämpft mit technischen Problemen. Lukas Bay Sondereffekte verhelfen SMA zu Gewinnsprung Düsseldorf, 13. Aug (Reuters) - Der Solartechnikkonzern SMA Solar ist im ersten Halbjahr dank Sondereffekten und eines starken Privatkundengeschäfts in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das operative Ergebnis (Ebit) drehte unter anderem dank der US-Zollrückerstattungen auf 62,4 Millionen Euro nach einem Minus von 19,0 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie der Hersteller von Wechselrichtern am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 72,8 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 42,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz stagnierte mit 686,6 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Zu dem Ergebnissprung trugen neben dem Verkauf zuvor wertberichtigter Vorräte (22,4 Millionen Euro) vor allem die erfolgswirksam verbuchten US-Zollrückerstattungen in Höhe von 18,6 Millionen Euro bei. Während das Geschäft mit Großprojekten umsatzseitig unter diesem Zolleffekt litt, zog die Nachfrage in der Sparte für Haus- und Gewerbeanlagen um fast ein Viertel an. „Mit einem Umsatz von rund 709 Millionen Euro vor Zollrückerstattungen und einem Auftragsbestand von 1,75 Milliarden Euro haben wir uns in diesem Umfeld gut behauptet“, erklärte Vorstandschef Jürgen Reinert. Gleichzeitig hätten sich wesentliche Risiken seit Jahresbeginn deutlich reduziert. Daher erwarte er für die zweite Jahreshälfte eine verbesserte operative Leistung. Reinert hatte daher bereits im Juli seine Jahresziele nach oben geschraubt und erwartet nun einen Umsatz von 1,625 bis 1,725 Milliarden Euro und ein Ebitda zwischen 180 und 230 Millionen Euro. Lukas Bay Pfandbriefbank kommt bei Umbau voran – Ziele bestätigt Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) kommt mit ihrem Umbau nach dem Rückzug aus den USA langsam voran. Im ersten Halbjahr schrieb sie mit 16 Millionen Euro vor Steuern schwarze Zahlen, nachdem Abschreibungen auf faule Kredite sie ein Jahr zuvor mit 249 Millionen Euro in die Verlustzone gedrückt hatten. Zwischen Januar und Juni musste sie nur noch 13 (323) Millionen Euro für drohende Verluste zurückstellen. Das Neugeschäft wuchs unterdessen um 18 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, wobei nur noch ein Drittel auf Verlängerungen bestehender Kredite entfiel. „Unser Neugeschäft wächst weiter deutlich und profitabel“, sagte Vorstandschef Kay Wolf. Knapp ein Viertel davon entfalle auf die Bereiche, mit denen die pbb das wegfallende US-Geschäft wettmachen will: Hotels, Altenheime und Studentenwohnungen. Wolf sprach von einem „soliden Halbjahresergebnis“. An den Prognosen für das Gesamtjahr hält die pbb fest: Mit einem Neugeschäft zwischen 7,5 und 8,5 (2025: 6,3) Milliarden Euro soll das Immobilien-Finanzierungsvolumen zwischen 27 und 28 (27,3) Milliarden Euro liegen. Ende Juni waren es aber erst 26,8 Milliarden Euro. Der Nettogewinn soll wie geplant zwischen 30 und 40 Millionen Euro erreichen. Lukas Bay Mittelmeergeschäft verhilft Sixt zu Rekordumsatz im Frühjahr Der Münchner Autovermieter Sixt hat dank einer starken Nachfrage von Mittelmeer-Urlaubern Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse legten im zweiten Quartal um 9,9 Prozent zu auf knapp 1,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor Steuern verdiente Sixt mit 123 Millionen Euro 14,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Sixt-Finanzchef Franz Weinberger sagte, die Investitionen der vergangenen Jahre in Spanien und Italien zahlten sich aus. Auch in Deutschland habe das Geschäft zugelegt. In den USA sei das Wachstum dagegen schwächer ausgefallen. Weinberger verwies auf das schwächere Konsumklima. „Die USA sind insgesamt derzeit ein unsicherer Markt“, sagte er. Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada habe an einzelnen Tagen sicherlich zu einer höheren Auslastung geführt, sei für das Geschäftsquartal insgesamt aber irrelevant. An der Prognose für das Gesamtjahr hält Sixt fest und rechnet weiter mit einem Umsatz zwischen 4,45 und 4,6 Milliarden Euro bei einer Rendite im Bereich von zehn Prozent. In der gesamten ersten Jahreshälfte lag diese Kennziffer bei 5,9 Prozent. Traditionell ist das laufende Sommerquartal für Autovermieter das umsatzstärkste und profitabelste Vierteljahr. Lukas Bay Stahlsparte schiebt Thyssenkrupp an Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat im vergangenen Quartal auch dank Zuwächsen im konjunkturanfälligen Stahlgeschäft seinen operativen Gewinn gesteigert. Das bereinigte Ebit sei im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26(per Ende September) um 18 Prozent auf 183 Millionen Euro gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Analysten hatten nach einer von Thyssenkrupp veröffentlichten Erhebung von Vara Research im Schnitt mit 207 Millionen Euro gerechnet. Die Sparte Steel Europe verbesserte ihr Ergebnis auf 73 Millionen Euro nach 31 Millionen Euro vor Jahresfrist. Im Gesamtjahr erwarte der Konzern nun operativ ein Ergebnis zwischen 600 und 900 Millionen Euro nach bislang 500 bis 900 Millionen Euro. „Die Zahlen zeigen: Unsere Maßnahmen zur Performance-Steigerung wirken“, sagte Finanzchef Axel Hamann. Die Eingrenzung der Prognose für das bereinigte Ebit nach oben unterstreiche dies. Angelika Ahrens Rekordergebnis macht Cisco optimistisch für 2026/2027 Der Netzwerkausrüster Cisco hat dank einer starken Nachfrage Geschäftszahlen über den Markterwartungen vorgelegt. Umsatz und Gewinn des vergangenen Quartals hätten Rekordwerte erreicht, sagte Finanzchef Mark Patterson am Mittwoch. Die Produktivität sei so hoch wie seit 30 Jahren nicht. Dieser Trend werde sich voraussichtlich fortsetzen. Cisco profitiert stark vom aktuellen Bauboom bei Rechenzentren. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2026/2027 peilt der US-Konzern Erlöse von 72,2 bis 73,4 Milliarden Dollar an. Das sind rund fünf Milliarden Dollar mehr als von Analysten bislang erwartet. Ein wichtiger Wachstumstreiber sind die Aufträge der sogenannten Hyperscaler. Die drei weltgrößten Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS), Google und Microsoft werden in den kommenden Monaten voraussichtlich etwa zehn Prozent zum Cisco-Umsatz beitragen. Bislang war das Unternehmen von sechs Milliarden Dollar ausgegangen. Bei Anlegern kamen diese Aussichten gut an. Die Aktie des Konzerns stieg im nachbörslichen Handel an der Wall Street um drei Prozent. Bastian Prockner KI-Kosten bremsen Gewinnwachstum von Internetkonzern Tencent Die wachsenden Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) trüben erneut die Bilanz von Tencent. Der chinesische Technologiekonzern musste im zweiten Quartal trotz eines überraschend deutlichen Umsatzwachstums ein mageres Gewinnplus hinnehmen. Das Nettoergebnis stieg um 0,7 Prozent auf umgerechnet 7,19 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Videospiele-Entwickler am Mittwoch mit. Analysten hatten mit 7,94 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um elf Prozent auf 26,3 Milliarden Euro zu. Felicitas Dahmen ABN Amro übertrifft Gewinnerwartungen ABN Amro hat die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal deutlich übertroffen. Zwischen April und Juni erzielte die niederländische Großbank einen Nettogewinn von 780 Millionen Euro (900 Millionen US-Dollar). Der Nettozinsertrag wuchs um elf Prozent, die Gebühreneinnahmen um 25 Prozent. Bei der Kapitalausstattung verbesserte sich die CET1-Quote auf 15,9 Prozent. Die Rendite auf das Eigenkapital (RoTE), eine der wichtigsten Kennzahlen für Rentabilität, stieg auf 12,1 Prozent. Das Institut hob gleichzeitig seinen Nettozinsertrag für das laufende Jahr an, von 6,4 auf 6,8 Milliarden Euro. ABN Amro profitiert unter anderem davon, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen im Euro-Raum erhöht hat und womöglich noch weitere Schritte folgen lässt. Felicitas Dahmen Norwegens Staatsfonds mit Rekordgewinnen Norwegens Staatsfonds hat im ersten Halbjahr so viel verdient wie noch nie. Der Gewinn stieg auf fast 185 Milliarden Dollar (1,75 Billionen norwegische Kronen), die Rendite auf 9,4 Prozent. Grund dafür waren vor allem Kursgewinne bei umfangreichen Beteiligungen an Technologieunternehmen aus den USA und aus Asien. Die Rendite des Referensindex sei um 22 Basispunkte übertroffen worden. Der Marktwert des Fonds belief sich Ende Juni auf knapp 2,4 Billionen US-Dollar. Norwegens Staatsfonds investiert die Einnahmen des Landes aus dem Öl- und Gasgeschäft. Nvidia war zum Ende des ersten Halbjahres weiterhin die größte Position im Fonds, gefolgt von Microsoft und Apple. Aktien erzielten insgesamt eine Rendite von 13 Prozent, festverzinsliche Wertpapiere 0,9 Prozent. Jeanne Vesper Bilfinger rutscht nach schlechten Auftragszahlen ab Anleger kehren nach Zahlenvorlage Bilfinger den Rücken. Die Titel des Industriedienstleisters brechen in der Spitze um 9,3 Prozent ein und sind damit auf Kurs zum größten Tagesverlust seit Oktober 2024. Weil sich Kunden wegen der politischen Unsicherheit mit Neuinvestitionen zurückhielten, fiel der Auftragseingang im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) erwartet Bilfinger im Gesamtjahr nun am unteren Ende der Spanne von 5,8 bis 6,2 Prozent. Jeanne Vesper Kostensenkungen bescheren Brenntag deutlich mehr Gewinn Der Chemikalienhändler Brenntag bleibt trotz des Kriegs im Iran und der daraus resultierenden Lieferengpässe für die Branche zuversichtlich. Preisdisziplin, Kostensenkungen und Verbesserungen im Vertrieb hätten sich mehr als ausgezahlt, erklärte Konzernchef Jens Birgersson am Mittwoch. So stieg der Umsatz im zweiten Quartal bereinigt um 11,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Ebitda) um 41 Prozent auf 463 Millionen. Der Nachsteuergewinn vervierfachte sich auf 182 Millionen Euro. In der vergangenen Woche hatte der Vorstand bereits seine Ergebnisprognose zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen angehoben. Da das dritte Quartal anhaltend positiv laufe, werde das Ebitda 2026 nun zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erwartet, hieß es. Finanzvorstand Thomas Reisten erklärte dazu: „Unser Kostensenkungsprogramm trug im zweiten Quartal Einsparungen in Höhe von 41 Millionen Euro bei und liegt damit im Plan für das Gesamtjahr.“ Brenntag sei weiterhin auf Kurs, bis 2027 Einsparungen von 200 bis 250 Millionen Euro zu erzielen. Bastian Prockner Volle Auftragsbücher bringen Jenoptik Gewinnsprung Der Technologiekonzern Jenoptik hat dank einer starken Nachfrage aus der Chip- und Rüstungsindustrie im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung hingelegt und ist auch für das Gesamtjahr optimistischer. Das operative Ergebnis (Ebitda) schnellte um gut ein Viertel auf 98,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz habe sich zwar nur leicht um ein Prozent auf 503,2 Millionen Euro verbessert. Die Auftragsbücher hätten sich dagegen rasant gefüllt: Die Bestellungen schossen um 53 Prozent auf 723,4 Millionen Euro in die Höhe. Im vorbörslichen Handel kletterten die im MDax gelisteten Jenoptik-Aktien um fast vier Prozent. Jeanne Vesper Foxconn mit Gewinnsprung – boomender Absatz von KI-Servern Eine rasant wachsende Nachfrage nach Hochleistungsrechnern für KI-Rechenzentren hat Foxconn einen überraschend deutlichen Gewinnsprung beschert. Das Nettoergebnis sei im zweiten Quartal um 35 Prozent auf umgerechnet 1,61 Milliarden Euro gestiegen, teilte der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger am Mittwoch mit. Die in Frankfurt notierten Aktien legten daraufhin knapp drei Prozent zu. Das offiziell Hon Hai Precision Industry genannte Unternehmen hatte vor einigen Wochen für den Zeitraum von April bis Juni ein Umsatzplus von fast 40 Prozent auf knapp 69 Milliarden Euro bekanntgegeben. Dieser Trend beschleunigte sich im Juli. Da kletterten die Erlöse um mehr als die Hälfte auf ein Rekordhoch von rund 25 Milliarden Euro. Der Wachstumstreiber des taiwanischen Konzerns ist die Server-Fertigung, die inzwischen die iPhone-Produktion für Apple als wichtigsten Geschäftszweig abgelöst hat. Foxconn strebt bei KI-Servern einen Weltmarktanteil von 40 Prozent an. Darüber hinaus bekräftigte das Unternehmen sein Ziel eines „starken“ Umsatzwachstums im laufenden Jahr. Es nennt bei seinem Ausblick traditionell keine konkreten Zahlen. Jeanne Vesper Konsumflaute und Wettbewerb belasten Douglas Die schwache Kauflaune der Verbraucher in ihren europäischen Kernmärkten und Preiskämpfe machen der Parfümeriekette Douglas zu schaffen. Der Umsatz schrumpfte im dritten Quartal, unter dem Strich schrieb die Kette sogar einen Verlust von 2,6 Millionen Euro, wie sie am Mittwoch mitteilte. Dabei verschoben sich Umsätze weiter in Richtung der Online-Shops. Einzelne Douglas-Filialen könnten nun zur Disposition gestellt werden: „Das Unternehmen (überprüft) gezielt die Struktur des Filialnetzes und zieht dabei Profitabilität und Frequenz als Kriterien heran.“ Die bereits im Juni erneut gesenkten Prognosen für das Geschäftsjahr 2025/26 bestätigte Douglas. „Der Wettbewerb um die Gunst der Kundinnen und Kunden ist intensiv“, sagte Douglas-Chef Sander van der Laan. Vor allem in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich hielten sich die Verbraucher zurück – diese Länder machen zusammen rund 60 Prozent des Douglas-Geschäfts aus. Im dritten Quartal sank der Umsatz um zwei Prozent auf knapp eine Milliarde Euro, im Filialgeschäft gab er sogar um 2,5 Prozent nach. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) brach auch angesichts der Preiskämpfe in der Branche um knapp 20 Prozent auf 127,5 Millionen Euro ein. Jeanne Vesper Vestas übertrifft Erwartungen deutlich – Gewinnprognose angehoben Der dänische Windturbinenbauer Vestas hat im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt und seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Das bereinigte operative Ergebnis stieg von April bis Juni auf 446 Millionen Euro von 57 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 205 Millionen Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr rechne Vestas nun mit einer bereinigten operativen Marge von sieben bis neun Prozent, nachdem zuvor sechs bis acht Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der Umsatz soll zwischen 20 und 22 Milliarden Euro liegen. Die Zuversicht basiert auf einem prall gefüllten Auftragsbuch: Der Wert der kombinierten Aufträge für Turbinen und Serviceleistungen summierte sich Ende Juni auf 76,9 Milliarden Euro, ein Plus von 9,6 Milliarden. Die Profitabilität werde sich voraussichtlich verbessern, getragen von Umsatzwachstum, Fortschritten beim Hochfahren der Produktion, guter Projektabwicklung und Kosteninitiativen, hieß es. Anhaltende geopolitische und zollpolitische Risiken dürften jedoch für Unsicherheit sorgen. Jeanne Vesper Sonderboom bei Rohstoffen beschert Indus Gewinnsprung – Prognose erhöht Die auf den Erwerb mittelständischer Unternehmen spezialisierte Beteiligungsfirma Indus hat nach einem starken ersten Halbjahr ihre Prognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um gut 15 Prozent auf 965,2 Millionen Euro, während sich das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) auf 123,5 Millionen Euro mehr als verdoppelte, wie Indus am Mittwoch mitteilte. Hauptgrund für den Wachstumssprung sei eine Sonderentwicklung im Segment Materials Solutions, das von extremen Preisanstiegen und einer angespannten Versorgungslage beim Vormaterial Wolframcarbid profitiere. Für das Gesamtjahr erwarte der Vorstand daher nun ein bereinigtes Ebita zwischen 220 und 260 Millionen Euro, nach zuvor prognostizierten 160 bis 190 Millionen. Der Umsatz soll bei 1,90 bis 2,10 Milliarden Euro liegen. Besonders dynamisch entwickelte sich unser Segment Materials Solutions. Uns ist sehr wohl bewusst, dass diese Entwicklung kein neues Normalniveau beschreibt. Indus-Chef Johannes Schmidt Auch die anderen Segmente Infrastructure und Engineering seien gewachsen, wenn auch deutlich langsamer. Im Bereich Materials Solutions bündelt Indus Metallerzeugung und -bearbeitung, Komponentenfertigung sowie Medizinprodukte und Hilfsmittel. Jeanne Vesper Starke Kalinachfrage verhilft K+S zu höherem Ausblick Der Düngemittel- und Salzkonzern hat nach kräftigen Zuwächsen im zweiten Quartal seine Jahresziele erneut angehoben. „Wir haben im ersten Halbjahr gezeigt: K+S ist operativ gut aufgestellt“, erklärte Vorstandschef Christian Meyer am Mittwoch. Das operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich im abgelaufenen Jahresviertel auf 176 Millionen Euro nach 110 Millionen im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf K+S die Analystenerwartungen von im Schnitt 149 Millionen Euro deutlich. Der Umsatz stieg um gut zwölf Prozent auf 978 Millionen Euro. Lesen Sie hier mehr: Jeanne Vesper Energiekonzern Eon bestätigt Prognose Der Energiekonzern Eon hat das Ergebnis im ersten Halbjahr gesteigert und seine Prognose bestätigt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im Halbjahr um ein Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Lesen Sie hier mehr:

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