Radfahrer wird von Baum getroffen und stirbt
Bei dem heftigen Unwetter, das am Donnerstagabend über die Region gezogen ist, kam es in der Karlsruher Nordstadt zu einem tödlichen Unfall. In der Michiganstraße wurde ein Radfahrer von einem Baum getroffen, der infolge des Sturms umstürzte. Das bestätigte das Polizeipräsidium Karlsruhe. Der Mann wurde unter dem Baum eingeklemmt und erlitt tödliche Verletzungen. Trotz des schnellen Einsatzes von Feuerwehr und Rettungsdienst konnte ihm nicht mehr geholfen werden. Unwetter löst in Karlsruhe zahlreiche Einsätze aus Die Einsatzkräfte waren mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Die Polizei sperrte den Bereich während der Rettungs- und Bergungsarbeiten ab. Zu den genauen Umständen ermitteln derzeit die Behörden. Das schwere Unwetter hatte im gesamten Karlsruher Stadtgebiet zahlreiche Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Die Polizei Karlsruhe berichtet von etwa 160 Einsätzen zwischen 19 und 23.30 Uhr. Die Feuerwehr wurde über 250 Mal alarmiert und war nach eigenen Angaben mit etwa 400 Einsatzkräften im Einsatz. Betroffen sei vor allem der Stadtbereich gewesen. Eine Radfahrerin und zwei Kinder wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt. Auf der Theodor-Heuss-Allee stürzte ein Baum um, auch auf dem Hof-Spielplatz des Kindergartens St. Konrad in der Nordweststadt hielt ein Baum dem Unwetter nicht stand. In Neureut kam es außerdem zu einem Dachstuhlbrand. Das Fest am See wurde nach Informationen der Veranstalter heute abgebrochen. Die Besucher wurden gebeten, das Gelände zu räumen. Es gibt keine Verletzten, aber es sind Bäume umgefallen. In der Nacht wird aufgeräumt. Das Rheinstrandbad Rappenwört wurde auch getroffen und bleibt am Freitag für Aufräumarbeiten geschlossen. Weitere Unwetter drohen am Freitag Über den Raum Pforzheim und Enzkreis ist ab 19.30 Uhr eine erste Unwetterfront gezogen. Eine Polizeisprecherin nannte am Morgen etwa 30 Einsätze, die hauptsächlich den östlichen Einzkreis betrafen. An vielen Stellen seien Bäume auf Fahrbahnen gefallen, Personenschäden habe es nicht gegeben. Schwerpunkt des Unwetters war demnach im Bereich Mühlacker. In Straubenhardt musste der Campingplatz vom Happiness-Festival wegen der Unwetterwarnung geräumt werden. Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer sogenannten Superzelle, die sich am Nachmittag über den Südwesten geschoben habe. Die Superzelle hatte starke Windböen und bis zu fünf Zentimeter große Hagelsteine im Gepäck, wie ein Sprecher berichtete. Nutzer hätten von abgebrochenen Ästen und Schäden an Häusern berichtet. Auch an der Ostalb habe es gewittert, allerdings nicht so kräftig, so der DWD-Experte. Auch am Freitag müssten die Menschen im Land mit Unwetter rechnen. Der DWD warnte am Abend in einer Mitteilung vor allem für den Regierungsbezirk Freiburg vor großer Gefahr durch Blitzschlag, umstürzende Bäume, Hochspannungsleitungen und Gerüste, vor raschen Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern sowie vor möglichen Erdrutschen.