Radikaler Kurswechsel: König Charles' Milliarden-Imperium bricht mit alter Tradition
Das rund 19,8 Milliarden Euro schwere Immobilienimperium „Crown Estate“ leitet eine grundlegende strategische Wende ein. Wie das Portal „Merkur“ berichtet, sollen zukünftig zwei Drittel aller neuen Investitionsgelder in Gebiete außerhalb Londons und des englischen Südostens fließen. Bislang konzentrierten sich rund drei Viertel des gesamten Vermögens auf die britische Metropole. Formell befindet sich die Verwaltung im Besitz von König Charles (77), agiert jedoch als selbstständiges Unternehmen, dessen Gewinne an den britischen Staat abgeführt werden. König Charles’ Krongut plant Milliarden-Wende bei Investitionen Durch ein neues Gesetz, den „Crown Estate Act 2025“, erhält das Unternehmen von Charles, der Prinz Harry ein Ultimatum gestellt haben soll, frische Kreditbefugnisse für Investitionen in Wohnungsbau und Technologiezentren in England, Wales und Nordirland. Diese Gesetzesänderung ermöglicht eine Abkehr von der bisherigen Fokussierung auf den Londoner Premiummarkt, die seit Jahren in der Kritik stand. Finanzchefin Helen Price erklärt dazu vor einem Parlamentsausschuss, dass man in den kommenden 10 bis 20 Jahren in diesen Regionen investieren wolle. „Mit der Zeit möchten wir die Struktur unseres Portfolios neu ausbalancieren“, so Price weiter. Kronvermögen im Wandel: Charles setzt auf externe Partner Ein konkreter Schritt dieser neuen Ausrichtung ist eine milliardenschwere Kooperation mit der australischen Firma „Lendlease“, die in einer späteren Phase auch auf Standorte wie Birmingham ausgeweitet werden soll. Für die Umsetzung der gesamten Projektpipeline im Wert von etwa 47,5 Milliarden Euro ist das Krongut auf externe Kooperationen angewiesen. Geschäftsführer Dan Labbad betont: „Das Crown Estate kann das mit traditionellen Mitteln alleine unmöglich stemmen. Wir werden uns also nach weiteren Partnern umsehen.“