Radsport: Deutscher Amateurfahrer schlägt Tadej Pogacar
Radsport-Superstar Tadej Pogacar ist ausgerechnet auf seinem Hausberg geschlagen worden: Ein deutscher Hobbyfahrer kam am Sonntag bei der "Pogi Challenge" als Erster oben an. Der fünfmalige Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar hat bei seiner selbst ins Leben gerufenen "Pogi Challenge" erneut den Kürzeren gezogen. Hatte er im Vorjahr noch den zweiten Platz belegt, überquerte der Radsport-Dominator nur als Achter die Ziellinie. Der Sieg in Pogacars slowenischer Heimat ging an Frederik Nießen aus Deutschland. Er schaffte die 15 Kilometer lange Strecke mit durchschnittlich 7,9 Prozent Steigung und mehr als 1100 Höhenmetern in etwas mehr als 45 Minuten. Pogacar kam nach knapp unter 50 Minuten ins Ziel. Allerdings: Bei der "Pogi Challenge" tritt der Superstar gegen die 1177 Amateurfahrer nicht unter gleichen Bedingungen an. Pogacar: "Unten gab es ein bisschen Chaos" Der 27-Jährige lässt den Teilnehmenden sieben Minuten Vorsprung. Auf seinem Weg nach oben muss er sich dann durch das gesamte Peloton durcharbeiten. Die Nettozeit zeigt daher die eigentlichen Kräfteverhältnisse: Hier war Pogacar mit 43:26 Minuten rund zwei Minuten schneller als der Sieger. Bei den Frauen war die Slowenin Laura Simenc Kramar in 56 Minuten am schnellsten im Ziel. "Unten gab es ein bisschen Chaos und sogar einen Unfall. Danach konnte ich aber weiterfahren und habe gelitten", sagte Pogacar hinterher laut "sporza" gegenüber lokalen Medien. In seiner Heimatstadt Komenda hatte Tadej Pogacar am Freitag ein Kriterium organisiert, hier setzte er sich gegen die Konkurrenz durch. Am Samstag fand dann ein Familienfest statt. Wann Tadej Pogacar das nächste Rennen auf der WorldTour bestreitet, ist noch nicht offiziell verkündet worden. Am 22. August beginnt die Vuelta. Im vergangenen Jahr hatte er in den vergangenen sechs Jahren stets ausgelassen hatte. 2019 holte er in Spanien den dritten Platz.