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Radsport | Tour de France: Teamzoff? Lipowitz' Reaktion spricht Bände

Sport

An Dominator Tadej Pogacar gab es auch auf der 10. Etappe der Tour de France 2026 nichts zu rütteln. Der Slowene hatte auf dem schwierigen Teilstück von Aurillac nach Le Lioran einmal mehr die besten Beine und gewann bereits seine 24. Etappe bei der großen Frankreich-Schleife. Dahinter machen die Stars von Red Bull-Bora-Hansgrohe allerdings eine gute Figur. Remco Evenepoel wurde Zweiter, Florian Lipowitz landete Sekunden dahinter auf Rang vier. Vom vermeintlichen Zoff der beiden Co-Kapitäne war anschließend nichts mehr zu spüren. Gemeinsam mit Frankreichs Toptalent Paul Seixas überquerte Florian Lipowitz 34 Sekunden nach Tadej Pogacar die Ziellinie, nur Lipowitz' Teamkollege Remco Evenepoel (+32 Sekunden) sammelte noch weniger Rückstand auf den Sieger der vergangenen Jahre. Aus Sicht des deutschen Teams ein hervorragendes Ergebnis, zumal Lipowitz und Evenepoel nach dem Ärger auf der 6. Etappe gut harmonierten. Anders als am Tourmalet, wo ihn Evenepoel anschließend öffentlich kritisierte und so Abgründe zwischen der Doppelspitze offenbarte, stellte Lipowitz seine eigenen Ambitionen am Dienstag erst einmal hinten an. "Ich habe gehört, dass Remco eine Lücke aufgehen lassen hat", führte der Vorjahresdritte bei der ARD aus: "Dann blieb für mich nichts anderes übrig, zu warten und zu hoffen, dass Remco wieder zurückkommt." "Die Beine und die Form passen" Der Belgier fand am letzten Anstieg nach Le Lioran tatsächlich wieder den Anschluss an die Gruppe der Klassementfahrer und sicherte sich im Sprint letztlich Rang zwei hinter Pogacar. "Das freut mich natürlich wahnsinnig", betonte Lipowitz und stellte damit durchaus bewusst heraus, dass die Stimmung im Team nicht so schlecht ist, wie es die Berichte der letzten Tage erahnen ließen. Ohnehin versprühte der 25-jährige Deutsche Zuversicht: "Die Beine und die Form passen. Mit Remco und mir Richtung Podium schaut es gut aus", so Lipowitz. Lob gab es von Teamchef Ralph Denk: "Mega gut, wie er das macht", erklärte dieser im hauseigenen Podcast: "Sportlich steckt da pure Kraft und sehr viel Talent dahinter. Und wir sprechen jetzt über Sekunden, in der dritten Woche wird es um Minuten gehen. Da habe ich ein sehr gutes Bauchgefühl bezüglich Florian." Im Hochgebirge dürfte Lipowitz die Nase etwas vor Doppel-Olympiasieger Evenepoel haben. Die Entscheidung um die Kapitänsrolle ist noch lange nicht entschieden.

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