Radsport | Vuelta-Chef nach Pogacar-Entscheidung "erleichtert"
Tadej Pogacar nimmt nach dem Sieg bei der Tour de France das nächste große Ziel ins Visier. Der Slowene wird bei der Vuelta a España 2026 an den Start gehen. Damit kehrt der amtierende Weltmeister nach sieben Jahren zur Spanien-Rundfahrt zurück. Dort ist man überaus erleichtert, den Radsport-Dominator endlich wieder im Teilnehmerfeld zu haben - aus gutem Grund. Die Organisatoren der Vuelta machen keinen Hehl daraus: Nach der Entscheidung am Montag von Tadej Pogacar, erstmals seit 2019 wieder bei der Spanien-Rundfahrt an den Start zu gehen, fiel ihnen ein Stein vom Herzen. "Wir betrachten es als einen echten Erfolg, dass Tadej kommen kann", sagte Renndirektor Javier Guillén in der Radiosendung "El Larguero" von "Cadena Ser": "Glückwunsch an alle Radsportfans und insbesondere an die spanischen Fans, denn wir werden endlich Tadej Pogacar dabei haben. Das Team war so freundlich, mich anzurufen, und als wir die Ankündigung sahen, atmeten wir erleichtert auf." Denn: Nach Jahren ohne Pogacars Teilnahme auf der iberischen Halbinsel hätte eine weitere Absage "durchaus Besorgnis" unter den Fans erregen können. Nun können Guillén und die Organisatoren mit der "Show" planen, die vorprogrammiert ist, wenn der beste Fahrer der Welt an den Start geht. Pogacar allein wird die Reichweite der Vuelta vergrößern. Nun komme es darauf an, dem Superstar möglichst viele gute Konkurrenten ins Peloton zu setzen. Start der Vuelta in Pogacars Wahlheimat Allerdings: Top-Rivale Jonas Vingegaard ist nach seinem Sturz bei der Tour noch nicht wieder fit, auch Remco Evenepoel wird nicht nach Spanien reisen. "Und ich glaube, dass Juan Ayuso die Vuelta nicht machen wird", so Guillén. Dafür werden der dreifache Sieger Primoz Roglic und Visma-Star Wout van Aert an den Start gehen. Der Start der Spanien-Rundfahrt am 22. August findet in diesem Jahr passenderweise in Tadej Pogacars Wahlheimat Monaco statt. "Ich freue mich sehr, dass ich zur Vuelta zurückkehre. Ich habe dort meine erste große Rundfahrt bestritten, es war damals ein wunderbares Erlebnis", sagte Pogacar zu seiner Entscheidung. 2019 hatte er als Youngster in Spanien Platz drei belegt - sein bis heute schlechtestes Ergebnis bei einer großen Rundfahrt. Der 27-Jährige hat die Tour de France 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 gewonnen, den Gesamtsieg beim Giro d'Italia hatte er bei seiner einzigen Teilnahme 2025 geholt. Bislang haben erst acht Radfahrer alle drei großen Rundfahrten mindestens einmal gewonnen. Zuletzt komplettierte Pogacars Rivale Vingegaard im Mai beim Giro seine Sammlung. UAE geht ansonsten mit Joao Almeida, Ivo Oliveira (beide Portugal), Jay Vine (Australien), Pavel Sivakov (Frankreich), Pablo Torres (Spanien), Kevin Vermaerke (USA) und Domen Novak (Slowenien) ins Rennen.