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Radsport | WM-Kurs in Montreal am Pranger: "Eine Schande!"

Sport

Die Radsport-Weltmeisterschaft 2026 im kanadischen Montreal steht unter keinem guten Stern - zumindest wenn man zahlreichen Profis und Verantwortlichen nach der Streckeninspektion am Samstag zuhörte. Sie sind mit dem Kurs alles andere als zufrieden.

Am Sonntag wird die Radsport-WM 2026 in Montreal mit den beiden Zeitfahrrennen der Männer und Frauen eröffnet. Richtig groß war die Vorfreude nach der Streckenbefahrung am Samstag nicht.

Besonders in der Kritik standen die ersten und letzten Kilometer der Strecke. Diese sind so technisch, dass reine Zeitfahrqualitäten nur bedingt von Vorteil sind. Hinzu kommt ein schlechter Zustand der Straße. Schlaglöcher und Bodenwellen machen den Fahrerinnen und Fahrern das Leben zusätzlich schwer.

WM-Kurs "eine Schande"

"Für eine Weltmeisterschaft ist das eine kleine Schande", polterte etwa Red Bull-BORA Hansgrohe-Sportdirektor Klaas Lodewyck im "Sporza"-Gespräch über den Kurs. Sein Schützling Remco Evenepoel ist nicht nur Titelverteidiger, sondern auch der große Favorit auf Zeitfahr-Gold.

Evenpoels belgischer Nationaltrainer Serge Pauwels klagte gegenüber "Het Nieuwsblad": "Er fand die Strecke technischer als erwartet, vor allem auf den ersten und letzten sechs Kilometern. Zwischen seinen beiden Trainingsrunden ist er diese beiden Passagen noch einmal abgefahren."

"Man wird viel bremsen müssen"

Was Pauwels besonders ärgert: "In dieser kurvigen Anfangsphase ist die Power limitiert, die man auf die Straße bringen kann. Vor allem, wenn es regnet. Man wird viel bremsen müssen und die Kurven sind wirklich zur Erholung da." Das kommt dem Ein-Mann-Zug Evenepoel naturgemäß weniger entgegen. Der Ärger im belgischen Lager ist daher nachvollziehbar, wenngleich auch dort betont wurde, dass die Bedingungen am Ende für alle Fahrer gleich seien.

Evenepoels belgische Teamkollegin Lotte Kopecky, Weltmeisterin 2023 und 2024, haderte zudem mit ihrer Streckenbesichtigung, die sie erledigte, bevor die Straßen am Samstag gesperrt wurden. "Viele Stoppschilder, viele Ampeln und ein schlechter Straßenbelag", fasste sie ihre ersten Eindrücke zusammen.

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