Raketenterror in der Hauptstadt: Klitschko meldet 15 Tote nach Massenangriff auf Kiew
In der Nacht nutzt Russland erneut den Mangel der Ukraine an Abfangraketen aus. In Kiew und anderen Regionen schlagen Raketen und Drohnen ein. In der Hauptstadt kommen nach ukrainischen Angaben mindestens 15 Menschen ums Leben, viele weitere werden verletzt. Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens 15 Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, schrieb er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. In der Region Kiew meldeten die Behörden nach den Angriffen einen Toten und sieben Verletzte. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden in Kiew Wohngebäude, ein Kinderkrankenhaus und eine Schule beschädigt. Darüber hinaus habe Russland in der Schwarzmeerregion Odessa und der nördlichen Region Tschernihiw Zerstörungen angerichtet. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine kaum noch über Flugabwehrraketen verfügt. "Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt", teilte der Bürgermeister bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren. Keine Angaben zur Zahl der erfassten Raketen mehr In der vergangenen Nacht setzten die russischen Streitkräfte nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 168 Kampfdrohnen sowie Dutzenden Raketen und Marschflugkörper ein. 145 Drohnen und 41 Marschflugkörper seien abgeschossen oder durch elektronische Flugabwehr zum Absturz gebracht worden, schrieb die Luftwaffe am Morgen auf Telegram. Seit dem 11. August gibt die ukrainische Luftwaffe bei ihren allmorgendlichen Berichten jedoch nicht mehr an, wie viele Raketen Russland insgesamt in der Nacht einsetzte und wie viele der Flugkörper abgewehrt werden konnten. Lediglich die Zahl der abgeschossenen Marschflugkörper wird noch bekannt gegeben. Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskalierte zuletzt deutlich mit einer steigenden Zahl an Opfern in der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten. Die Kriegsparteien setzen immer schnellere, schlagkräftigere und weitreichende Waffen ein. Auch Russland meldete erneut Hunderte ukrainische Drohnenschläge.