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Ralf Schumacher: George Russell zerbricht am Druck im WM-Kampf

Sport

(Motorsport-Total.com) - George Russell liegt in der Fahrer-Weltmeisterschaft nach dem Großen Preis von Belgien 50 Punkte hinter Kimi Antonelli. Dabei betont Formel-1-Experte Ralf Schumacher im Podcast "Backstage Boxengasse", dass der Mercedes-Pilot aktuell mit der Gesamtsituation völlig überfordert ist. "Wenn Kimi Antonelli der Schnellere ist", so Schumacher, "dann wird George Russell irgendwann unter dem Dreck zerbrechen. Das passiert gerade." Der Grand Prix von Belgien war für Russell bereits nach wenigen Metern vorbei. Schließlich kollidierte der Mercedes-Pilot am Eingang zu Les Combes mit seinem ehemaligen Teamkollegen Lewis Hamilton. Nach dem Zusammenstoß musste Russell sein Rennen frühzeitig im Kiesbett aufgeben und war am Funk alles andere als begeistert: "Un-fucking-acceptable", so die Wortwahl des 28-Jährigen. "Das erinnert mich so ein bisschen an Hamilton letztes Jahr", erklärt Schumacher. "Er war ja fast den Tränen nahe [...], und das macht ja auch etwas mit einem Fahrer. Ich glaube, für ihn [ist das] jetzt auch eine ganz, ganz schwere Situation." Abseits von seiner Kollision mit Hamilton hatte Russell zuletzt auch mit technischen Problemen zu kämpfen. So untersucht man bei Mercedes weiterhin, wieso das Deployment seiner Batterie nicht mit der von Antonelli übereinstimmt. Zum 19-Jährigen erwähnt Schumacher: "Das Reglement läuft ihm quasi so zu. Der muss da nicht groß darüber nachdenken." "Diese Kombination ist einfach unglaublich und funktioniert. Und George Russell? Der verkrampft jetzt gerade und sucht nach einem Fehler." In dieser Situation stellt sich das Team, allen voran Teamchef Toto Wolff, weiterhin hinter Russell. Experten wie Juan Pablo Montoya loben das Team dafür und betonen, dass andere Rennställe dazu tendieren, ihre Fahrer deutlich offensiver anzuzählen. Doch letztlich muss Russell, wie Schumacher betont, das Auto noch selbst fahren. Im Podcast spricht er beispielsweise über "diese natürlichen Abläufe, die Kimi da in dem Auto hat, weil er sich wie zu Hause fühlt." Ein Russell hingegen müsse in jeder Kurve genau darüber nachdenken, wie er den Silberpfeil des Jahrgangs 2026 zu bewegen hat. "Ich glaube", so Schumacher, "das ist im Moment sein Problem." Auch Wolff hat bereits erkannt, dass sein Schützling im Auto manchmal zu sehr grübelt. So kam es schließlich zum Funkspruch "George, jetzt fahr einfach" im Qualifying zum Grand Prix von Österreich. Genau dieser war für Russell im Q3 von enormer Bedeutung. Am Ende konnte sich der 28-Jährige nicht nur die Poleposition, sondern auch den Sieg in Spielberg sichern. Abschließend erklärt Schumacher: "Es gibt einfach Reglements, die stehen einem als Fahrer nicht so richtig. Und ich glaube, das ist das Problem, das er gerade hat. Da bin ich mal gespannt, ob er da [wieder] herauskommt [und] ob er da wirklich zu [seinem vorherigen] Niveau zurückfindet."

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