Ralph Siegel in der Klinik
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Ralph Siegel ist wieder in der Klinik – Ehefrau bestätigt: Zustand des 81-Jährigen ist kritisch
Von: Maria Zsolnay
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Der Komponist und Musiker Ralph Siegel liegt erneut im Koma. Seine Ehefrau Laura bestätigt unserer Zeitung: Der Zustand des 81-Jährigen ist kritisch.
München – Er hat es sich so sehr gewünscht! Mit jeder Faser seines Körpers hat er gekämpft, damit er am kommenden Donnerstag wieder seinen großen Traum miterleben kann – die Herbst-Premiere seines Musicals „Zeppelin“ im Festspielhaus in Füssen. Doch Ralph Siegel liegt erneut im Harlachinger Krankenhaus in München. Vor gut einer Woche ist er erneut ins künstliche Koma versetzt worden. Seitdem kämpfen die Ärzte um sein Leben.
Ein kleiner Lichtblick: Er atmet wieder selbstständig. „Wir wissen nicht, wie sich Ralphs Zustand entwickeln wird. Er verändert sich von Tag zu Tag“, schreibt Ehefrau Laura der tz-Kolumnistin. „Schweren Herzens müssen wir aber davon ausgehen, dass Ralph dieses Mal leider nicht an der Zeppelin-Premiere teilnehmen kann.“
Musiklegende Ralph Siegel liegt erneut im Koma – Ehefrau und Tochter stehen ihm bei
Tag und Nacht an seiner Seite: Ehefrau Laura Siegel, Ralphs Tochter Alana (aus der Ehe mit Dagmar Siegel) und sein engster Vertrauter und Mitarbeiter Walter Wicha. Doch auch sie können nur hoffen und bangen, denn die Gesundheit des Erfolgs-Komponisten ist angeschlagen.
Im vergangenen Juli musste Siegel mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Weil sein Zustand äußerst labil war, versetzten die Ärzte ihn ins künstliche Koma. Eine schwere Zeit, denn als er wieder zurückgeholt wurde, erinnerte sich Siegel an seine Albträume. „Ich wurde gefangen und gefoltert, ich hatte große Angst“, erinnerte er sich im Gespräch mit der tz. Aber: „Ich habe auch ein Lied komponiert, im Koma. Und das werde ich beim nächsten ESC einreichen.“
Doch bevor er sich wieder zu Hause ans Klavier setzen konnte, musste Siegel erst wieder gehen lernen. Auch dank Ehefrau Laura machte er Fortschritte. Und trotzdem: Am Sonntag vor einer Woche stiegen die Entzündungswerte wieder an und Siegel stürzte.
Der Komponist ist seit einiger Zeit gesundheitlich schwer angeschlagen
Bereits vor der Lungenentzündung hat der Komponist viel durchmachen müssen. Allein vier Mal hat er eine Krebserkrankung überwunden. Und vor wenigen Jahren wurde bei ihm die Nervenkrankheit Polyneuropathie festgestellt. Was ihm immer gutgetan hat: die Wärme im Süden. Deshalb hat er sich mit Ehefrau Laura eine Wohnung in Spanien, unterhalb von Barcelona, gekauft. Und, sein ganzer Stolz, gleich noch das benachbarte Restaurant dazu, das er „Meson Bahía“ getauft hat. Das Frühjahr und die Sommermonate verbrachte Siegel dort – bis er sich eine Lungenentzündung holte. „Aber ich muss gestehen, ich habe dort unten auch wieder angefangen zu rauchen.“ Schwer erkrankt trat er den Rückflug nach München an. „Mein Arzt hat gesagt, einen Tag länger und ich wäre tot gewesen. Ich war praktisch einen Tag vor der Ewigkeit.“
Erholung suchte Siegel am Tegernsee
Nach 18 Tagen Koma und mehreren Tagen Intensivstation, erholte sich Siegel am Tegernsee. Dort, in der Rehaklinik, arbeitete er daran, wieder beweglicher zu werden. Dabei gibt ihm vor allem eines Hoffnung: seine Musik! An Zeppelin hat er jahrelang gearbeitet – und auch einen Großteil seines Vermögens investiert. Er sagte damals, dass er für dieses Lebenstraum mit seinem gesamten Privatvermögen bürge. So hat er u.a. sein Haus in Italien, im Nobelort Forte dei Marmi, verkauft.
Bei der Uraufführung, am 16. Oktober 2021 im Festspielhaus in Füssen, war Siegel sichtlich stolz auf sein Meisterwerk. Seitdem steht die Geschichte des Grafen Zeppelin und die Katastrophe des Luftschiffs Hindenburg immer wieder auf dem Spielplan. Laut Produktion sollen bereits mehr als 100.000 Zuschauer „Zeppelin“ gesehen haben.