Rapper Prinz Pi beendet seine Karriere: "In den Steaming-Kosmos passt meine Musik einfach nicht"
Rapper Prinz Pi hat das Ende seiner Karriere als Musiker mit dem Wandel in der Musikwelt begründet. »Ich würde total gern noch zehn weitere Touren machen und zehn weitere Alben, aber das läuft leider nicht, weil sich die Welt und speziell die Musikwelt extrem gewandelt hat«, sagte der Hip-Hopper, der eigentlich Friedrich Kautz heißt, in einem Instagram-Video. »Ich komme aus der Generation, da hat man noch sein Geld verdient, indem man Alben verkauft hat, auf CD. Das ist mittlerweile weggefallen.« Seine Musik passe einfach nicht in den Streamingkosmos. »Vielleicht passt die nicht zum Zeitgeist, was weiß ich«, sagte der 46-Jährige. Prinz Pi: Abschiedstour schon länger angekündigt »Aber als integrer Künstler kann ich meine Musik natürlich nicht an den Zeitgeist anpassen, sondern die ist so, wie die ist.« Er habe ein lachendes und ein weinendes Auge und freue sich vor allen Dingen auf seine letzte Tour. Die Abschiedstour war bereits im Sommer 2025 angekündigt worden. »Ich war die letzten Jahre sehr sehr traurig, weil es natürlich für keinen Musiker schön ist, seine Karriere beenden zu müssen. Allerdings habe ich diese Traurigkeit hier nicht auf Instagram breitgewalzt.« Er habe seine Traurigkeit lange Zeit in seiner Musik ausgedrückt. Folgt jetzt eine Karriere als Handwerker? Kautz, geboren 1979 in West-Berlin, wurde Ende der Neunzigerjahre unter dem Pseudonym Prinz Porno bekannt. 2005 nannte er sich in Prinz Pi um, rappte von da an vermehrt über gesellschaftspolitische Themen und das Erwachsenwerden. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er 19 Studioalben, die Platten »Kompass ohne Norden«, »Im Westen nix Neues« und »pp=mc2« landeten auf Platz Eins der deutschen Charts.