Rapperin feindet auf Festival-Bühne Andreas Gabalier an
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„F*ck Andreas Gabalier“: Rapperin feuert auf Festival-Bühne deutlich gegen Volks-Rock‘n‘Roller
Von: Jonas Erbas
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Beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring sorgt Rapperin Nura für einen Eklat: Mit klaren Worten macht sie Andreas Gabalier zur Zielscheibe ihres Unmuts.
Hockenheimring – Eigentlich sollte beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring die Musik im Vordergrund stehen. Doch am Freitag (4. September) überschattete ein handfester Bühnen-Eklat das Spektakel: Rapperin Nura (37) nutzte ihren Auftritt, um unmissverständlich gegen Kollege Andreas Gabalier (41) auszuteilen – und löste damit ein gewaltiges Echo aus.
Vorausgegangen war ein Streit, der das Festival bereits tagelang in Aufruhr versetzt hatte. Die Synthie-Pop-Band Alphaville war zunächst ausgeladen worden, weil Frontmann Marian Gold sich auf der Bühne politisch positionieren wollte – unter anderem hatte er sich wiederholt gegen Rechtsextremismus ausgesprochen. Nach massiver öffentlicher Kritik ruderten die Veranstalter zwar zurück, doch Alphaville lehnte die Wiedereinladung ab und kündigte an, die bereits vereinbarte Gage zu spenden. Für Andreas Gabalier hingegen blieb der Auftrittsplatz unangetastet – ein Umstand, der Nura sichtlich aufbrachte.
Andreas Gabalier im Visier: Nura macht beim Glücksgefühle-Festival keinen Hehl aus ihrer Haltung
Rapperin, die seit Jahren für klare politische Haltung bekannt ist, stieg mit einer Geste der Solidarität in ihr Set ein: Sie stimmte gemeinsam mit dem Publikum den Alphaville-Klassiker „Forever Young“ an – und brach ihn dann demonstrativ ab. Was folgte, war ein freies Bekenntnis: „Wenn man mich bucht, dann kriegt man auf jeden Fall keine unpolitische Show.“ Damit machte Nura klar, dass sie sich nicht wie erhofft aus dem Politischen heraushalten würde. Andreas Gabalier geriet dabei direkt ins Kreuzfeuer.
Dass der steirische Volks-Rock‘n‘Roller ausgerechnet an jenem Abend ebenfalls auf der Hauptbühne stehen sollte, goss zusätzliches Öl ins Feuer. Gabalier, der sich selbst den Titel „Volks-Rock‘n‘Roller“ verliehen hat, steht seit Jahren in der Kritik: Ihm werden ein überholtes Gesellschaftsbild, reaktionäre Aussagen zu Geschlechterrollen und eine angebliche Nähe zu rechtspopulistischen Strömungen vorgeworfen. Er selbst weist diese Vorwürfe entschieden zurück und hat sich inzwischen auch von früheren Aussagen mit homophobem Unterton distanziert. Zu Nuras Attacke schwieg er öffentlich – wenige Stunden später stand er dennoch auf derselben Bühne.