RAS Saar streicht mehr als 70 Arbeitsplätze am Flughafen Saarbrücken
Mehrere Mitarbeitende der RAS Saar GmbH gehen juristisch gegen ihre Kündigung vor. Bei dem ersten Verhandlungstermin vor dem Saarbrücker Arbeitsgericht teilte der Anwalt des Unternehmens mit, dass von den bislang etwa 90 Mitarbeitenden mehr als 70 die Kündigung erhalten haben, darunter auch Auszubildende.
Unternehmensanwalt spricht von drohender Insolvenz
Nur noch 17 Personen sollen den Betrieb am Flughafen Saarbrücken-Ensheim fortführen. Dort hat die Firma mit Hauptsitz in Mönchengladbach eine Halle gemietet. Sie führt dort unter anderem Instandhaltungsarbeiten an Flugzeugen durch, für Airlines und weitere Kunden.
Der Unternehmensanwalt erklärte, der Stellenabbau bei der RAS Saar sei notwendig, um eine Insolvenz zu verhindern. Es gebe einen Sozialplan mit einem Abfindungsprogramm.
Keine Stellungnahme der Geschäftsführung
Allerdings kritisierten die Klägervertreter am Montag, dass die Mitarbeitenden keine eigene Kopie des Sozialplans bekommen hätten, sondern nur einen Blick darauf hätten werfen dürfen. Außerdem benachteilige das vorgelegte Abfindungsprogramm vor allem langjährige Mitarbeitende.
Vor dem Arbeitsgericht werden in den kommenden Wochen weitere Kündigungsschutzklagen, die die RAS Saar GmbH betreffen, verhandelt. Gegenüber dem SR hat sich die Geschäftsführung bislang nicht zu dem Stellenabbau und den weiteren Plänen für ihren saarländischen Standort geäußert.
Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" im SR Fernsehen am 19.10.2026 berichtet.