Rassistischer Anschlag bei Paris: Verdächtiger stand unter Drogen und hatte Hitlers „Mein Kampf“ in der Wohnung
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Nach dem offenbar rassistisch motivierten Anschlag im Großraum Paris mit einem Toten und fünf Verletzten haben die Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers eine Ausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ gefunden. Das Buch sei bei einer Durchsuchung der Wohnung im westlich von Paris gelegenen Plaisir entdeckt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen. Gefunden wurden außerdem eine Bibel und ein Koran.
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Zudem teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris am Sonntag mit, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. Im Blut des 39-Jährigen sind Spuren von Cannabis und Kokain entdeckt worden. Der Mann sei nach einer ersten psychiatrischen Untersuchung aus dem Polizeigewahrsam in die psychiatrische Ambulanz der Polizeipräfektur verlegt worden. Dort solle geklärt werden, ob sein psychischer Gesundheitszustand die Fortsetzung seiner Vernehmungen erlaubt.
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Verdächtiger war bereits vorbestraft
Der Angreifer hatte am Freitag in den Pariser Vorstädten Trappes und La Verrière aus seinem Auto heraus das Feuer eröffnet. Er tötete einen Menschen und verletzte fünf weitere, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Der vorbestrafte 39-Jährige wurde schließlich im nahegelegenen Coignières festgenommen. In seinem Auto wurden eine Maschinenpistole und eine Tränengasbombe entdeckt.
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach von einem „rassistischen Terroranschlag“. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen „Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung“ ein.
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Der Polizeigewahrsam des Beschuldigten wurde am Samstag nach einem ersten Verhör verlängert. Bei Terrorermittlungen können Verdächtige 96 Stunden lang im Polizeigewahrsam festgehalten werden, bevor sie einem Richter vorgeführt werden müssen. Vier Menschen aus dem Umfeld des Beschuldigten – darunter sein Vater und seine Mutter – wurden für Befragungen in Polizeigewahrsam genommen.
Bei dem Todesopfer handelte es sich um einen 26-jährigen Franzosen afrikanischer Herkunft. Ein Anwalt der Familie erklärte, es müsse geklärt werden, ob ein Versagen der Behörden vorliege. Schließlich sei der Täter der Polizei und der Justiz bekannt gewesen und habe offenbar „Kriegswaffen“ besessen.
dpa/AFP/shem