Raumfahrt: Welche Vorteile hat Europas Starlink Iris2?
Düsseldorf. Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet SpaceX an der Idee, Internet aus dem All anzubieten. Der Vorteil: Satelliten können überall in der Welt eine schnelle Verbindung herstellen. Die Signale können mit einer kurzen Verzögerung verarbeitet werden, wenn man die Satelliten auf einer niedrigen Erdumlaufbahn kreisen lässt. Was sich einfach anhört, ist technisch enorm schwierig. Die Satelliten rasen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 28.000 Kilometern pro Stunde um die Erde, sind teuer und müssen alle fünf bis sieben Jahre ausgewechselt werden. Frühe Anbieter wie Iridium oder Globalstar gingen bankrott. Doch SpaceX-Gründer Elon Musk gelang das Vorhaben, das Satellitennetzwerk Starlink ist heute mit einem aktuellen Quartalsumsatz von 4,3 Milliarden Dollar die finanziell wichtigste Säule des Raumfahrt- und KI-Unternehmens. Grund für den Erfolg sind die hohe technische Expertise und die effizienten Raketen von SpaceX, die Satelliten vergleichsweise preiswert in den Orbit bringen können. Jetzt will die EU mit Iris2 eine Alternative aufbauen. Die Abkürzung steht für „Infrastruktur für Resilienz, Interkonnektivität und Sicherheit durch Satelliten“ – hoch zwei. Wie stehen die Chancen für das europäische Starlink? Wann kommt es, und was kann es? Die wichtigsten Fragen und Antworten.