Räumungsverkauf nach Insolvenzantrag: Discounter schließt 19 Filialen
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Oberhausen (NRW) – Der angeschlagene Non-Food-Discounter Kodi will sich sanieren und schließt dafür einen Teil seiner Filialen. Wie das Unternehmen mitteilte, werden 19 der bundesweit noch 144 Märkte definitiv geschlossen. In den betroffenen Filialen hat der Räumungsverkauf bereits begonnen.
Während für weitere 56 Standorte noch nach Lösungen gesucht wird, konnte Einzelhändler Kodi nach eigenen Angaben für 69 Filialen bereits eine Fortführung sichern. Ob die übrigen Märkte gerettet werden können, ist derzeit offen.
19 Filialen werden geschlossen
Für die nun betroffenen Standorte sieht das Unternehmen keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive mehr. Geschlossen werden die Filialen in Ahaus, Alpen, Bochum-Drehscheibe, Duisburg-Rumeln, Düsseldorf-Oberbilk, Emmerich, Essen-Kupferdreh, Essen-Steele, Gelsenkirchen-Buer, Jülich, Kleve-Herzogstraße, Königswinter, Mönchengladbach-Wickrath, Selfkant-Tüddern, Siegburg, Solingen-Kirchstraße, Wuppertal-Vohwinkel, Wuppertal-Barmen II und Zülpich. Die Standorte liegen alle in Nordrhein-Westfalen .
Nach dem Abverkauf der Waren werden die Märkte geschlossen und an die Vermieter zurückgegeben. Für die Beschäftigten hat das gravierende Folgen: Nach der erwarteten Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Oktober sollen den Mitarbeitern der betroffenen Filialen Kündigungen ausgesprochen werden.
Rund 1200 Beschäftigte bundesweit
Kodi beschäftigt nach eigenen Angaben bundesweit knapp 1200 Mitarbeiter. In den Filialen arbeiten durchschnittlich rund sechs Beschäftigte pro Standort. Geschäftsführer Fabian Grund bezeichnet die gefundenen Lösungen für einen Großteil der Standorte als wichtigen Schritt bei der Sanierung. Zugleich räumte er die Härte der Einschnitte ein: „Gleichzeitig tut es mir sehr leid, dass wir nicht für alle Filialen und Beschäftigten eine bessere Lösung erreichen konnten.“
Trotz der Schließungen hält das Unternehmen an seinem Sanierungskurs fest. „Unser Ziel bleibt es, dem fortgeführten Filialnetz eine wirtschaftlich nachhaltige Perspektive zu geben“, betonte Grund.
Kodi kämpft erneut ums Überleben
Die Kodi Handels GmbH hatte im Juli beim Amtsgericht Halle (Saale) ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt . Als Gründe nennt das Unternehmen die anhaltend schwache Konsumstimmung, steigende Kosten für Energie und Personal, hohe Mieten sowie den wachsenden Druck durch den Online-Handel. Bereits 2024 musste Kodi ein Schutzschirmverfahren durchlaufen. Damals schrumpfte das Filialnetz von rund 240 auf etwa 150 Standorte. Mehr als 500 Beschäftigte verloren ihre Jobs .