RB Leipzig im DFB-Pokal in Trier: Eintracht-Fans rufen zu Protest auf
Leipzig/Trier/ukr – Die Partie zwischen RB Leipzig und Eintracht Trier im DFB-Pokal (Sa., 18 Uhr) ist eine Premiere, noch nie gab es diese Paarung. Fast schon klar, dass die aktive Fansszene des Traditionsklubs von 1903 gegen Rasenballsport protestiert. Die Trierer Ultras riefen zu einem Protestmarsch ab 13 Uhr vom Hauptmarkt zur berühmten Porta Westfalica auf. Dort soll es dann eine Protestkundgebung geben; Eintracht-Fans sind aufgerufen, ihr ältestestes Fanutensil mitzubringen sowie Protestschilder zu basteln. Danach marschieren die Anhänger ins Moselstadion. Übrigens: In einem ausführlichen, kenntnisreichen und betont sachlichen Beitrag mit wenigen Fehlern – vielleicht der beste einer Ultraszene in den vergangenen Jahren – setzen sich die Trierer Ultras damit auseinander, wie sich RB Leipzig durch die Umgehung der 50+1-Regel und Multiclub-Ownership Wettbewerbsvorteile verschafft hat. Zwar bringen die Anhänger des Regionalligisten ihre Enttäuschung zum Ausdruck, dass der erste DFB-Pokalgegner seit zehn Jahren ausgerechnet RB Leipzig heißt. Doch alles, ohne polemisch zu werden. Bliebt zu hoffen, dass der Protest am Samstag ebenso sachlich verläuft. Doch natürlich spiegelt die Meinung der Ultras nur einen Teil der gesamten Trierer Fanszene wieder. Im ausverkauften Moselstadion werden unter den über 9000 Fans knapp 1000 Leipziger sein.