Reaktion auf Trumps Umbenennungen: Serie „South Park“ heißt jetzt „South America“
Als Reaktion auf die Umbenennung mehrerer Orte durch US-Präsident Donald Trump haben die Erfinder von „South Park“ ihrer satirischen Zeichentrickserie einen neuen Namen gegeben. „Inspiriert vom Mut und Patriotismus von Apple und Google ändern wir den Namen von „South Park“ zu „South America““, erklärten Trey Parker und Matt Stone auf der Plattform X. Das Profil in dem sozialen Netzwerk trägt bereits den neuen Namen.
Eine Sprecherin des Weißen Hauses reagierte: „Diese Show ist seit über 20 Jahren nicht mehr relevant und hängt mit uninspirierten Ideen am seidenen Faden in einem verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen.“
Man müsse auch einen Ozean umbenennen, sagte Trump
Trump hat jüngst kindliche Freude an geografischen Umbenennungen gefunden, um aus seiner Sicht die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um. Jüngst ordnete er die Umbenennung des Sees Lake Ontario, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in „Lake America“ an. Google und Apple folgten in den USA vorauseilend der Linie und benannten in ihren Kartendiensten beide um. Außerhalb der USA erscheinen auch die bisherigen Namen noch.
Am Wochenende brachte Trump eine neue Idee ins Spiel, die die USA selbst betrifft. Aus dem US-Bundesstaat New Mexico solle demnach „New America“ werden. Das legte zumindest ein Post Trumps auf Truth Social nahe. Er zeigte eine Karte des Bundesstaats, auf der das Wort „Mexico“ durchgestrichen war – stattdessen stand dort „America“. Auch einen Ozean müsse man umbenennen, sagte Trump.
Die Namensspielereien stießen in den USA auch auf große Kritik. Unter anderem wurde Trump vorgeworfen, sich mit solch abstrusen Dingen zu beschäftigen, anstatt sich um die wirklich wichtigen Probleme der Amerikaner zu kümmern, etwa die durch den Iran-Krieg und Trumps Zollpolitik hohen Lebenshaltungskosten. (dpa)