Real Madrid: Heftige Sperre für Vinicius Jr. nach Haar-Eklat und Roter Karte - Jose Mourinho kritisiert Verband
Der brasilianische Fußballstar Vinicius Jr. ist nach seinem jüngsten Ausraster für vier Ligaspiele gesperrt worden und wird somit auch das Duell von Real Madrid beim FC Barcelona verpassen. Dieses Strafmaß verkündete das Disziplinarkomitee des spanischen Fußballverbandes am Mittwoch.
Der Clasico findet am 25. Oktober statt, zudem fehlt Vinicius gegen den FC Sevilla (18. Oktober), bei Racing Santander (1. November) und beim FC Valencia (7. November).
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Real Madrid: Vinicius Jr. zieht Gegner an den Haaren
Vinicius hatte beim 1:0 gegen den FC Villarreal am Samstag seinem Gegenspieler Nathan Saliba an den Haaren gezogen und dafür nach Videobeweis die Rote Karte gesehen. Anschließend protestierte er vehement gegen die Entscheidung von Schiedsrichter Isidro Diaz de Mera Escuderos und musste von seinen Teamkollegen zurückgehalten werden. Besonders kurios: Vinicius hatte das vermeintliche 2:0 erzielt, in der Entstehung des Treffers aber Villarreals Saliba an den Haaren zu Boden gerissen.
Trainer Jose Mourinho war mit der Schiedsrichter-Entscheidung ebenfalls nicht einverstanden und blieb der Pressekonferenz nach dem Spiel fern. Er wolle keine Sperre riskieren, ließ er mitteilen.
Jose Mourinho kritisiert den spanischen Verband
Später bezog der Portugiese dann doch noch Stellung. Im Interview mit "Movistar+" ließ er am Mittwochabend verlauten, dass er mit dem Zeitpunkt der Verkündung unzufrieden sei: "Ich denke, die Frage muss an das Komitee gehen: Warum wurde die Sperre zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht? Wenn du mir diese Frage stellst, dann wohl, weil du glaubst, dass sie ihn beeinflussen könnte."
Wittert der Trainer der Königlichen eine Verschwörung? "Ihr solltet das Komitee fragen, warum es die Entscheidung nicht heute Morgen oder morgen Früh getroffen hat.", erklärte Mourinho und fragte: "Warum tun sie das zwei Stunden vor einem wichtigen Spiel für Real Madrid, einen spanischen Klub?"
Damit heizt der 63-Jährige nicht nur die Diskussionen rund um seinen Spieler erneut an, sondern auch die Konflikte, die es in der Vergangenheit zwischen Madrid und dem Verband gab - unter anderem, als die Königlichen mehrfach Schiedsrichter über ihre vereinseigenen Kanäle diskreditiert hatten.
In der Champions League reichte es trotz der kurzfristigen Bekanntgabe des Verbands für einen 4:3-Erfolg. Endrick (85.) und Antonio Rüdiger (90.) drehten die Partie für die Königlichen spät. Vinicius Junior erwischte keinen guten Tag.