Real Madrid: José Mourinho schimpft über Schiedsrichter - mithilfe ausgedruckter Spielszenen
Der 63-Jährige hatte sogar einen Ausdruck von zwei Spielszenen dabei, in denen es seiner Meinung nach jeweils Rote Karten für Fouls von Atlético-Spielern hätte geben müssen. »Wir könnten die Pressekonferenz auch überspringen, denn die Geschichte des Spiels ist genau hier«, sagte Mourinho und zeigte auf das Blatt Papier.
Der Schiedsrichterausschuss könne sich freuen, sagte Mourinho. »Denn das Ganze war sehr seltsam.« Schon eine Woche zuvor habe festgestanden, wer die Partie pfeifen werde. Zudem sei ein Referee ohne internationale Erfahrung eingesetzt worden. »Dann kam der arme Kerl hierher und kam mit dem Druck nicht klar«, sagte Mourinho.
Von einer »schrecklichen Schiedsrichterleistung« war auf der Real-Homepage die Rede. Der Videoassistent Daniel Jesús Trujillo Suárez habe ohnehin eine lange Vorgeschichte mit Real, monierte Mourinho.
Für Atlético trafen der Ex-Leverkusener Alejandro Grimaldo (53., Foulelfmeter) und Jonathan David (59.). Der Anschlusstreffer durch den deutschen Abwehrspieler Antonio Rüdiger (89.) kam für Real zu spät. Real schwächte sich selbst, weil Innenverteidiger Dean Huijsen vor dem Elfmeter, der zum 0:1 führte, wegen einer Notbremse nach Videobeweis die Rote Karte sah.
Atlético zog damit in der Tabelle auf Platz zwei an Real vorbei. Auf Spitzenreiter FC Barcelona mit Trainer Hansi Flick hat Real nun schon sechs Punkte Rückstand.
Mourinho betonte, seine Mannschaft habe bei aus seiner Sicht fairer Schiedsrichterleistung weiterhin gute Chancen auf den Gewinn der spanischen Meisterschaft. »Wenn man uns in Ruhe lässt, wenn man uns erlaubt, zu gleichen Bedingungen wie alle anderen anzutreten, dann ist es bis dahin immer noch ein weiter Weg«, sagte der Portugiese.
13 Jahre nach seinem Abgang kehrt der toxische José Mourinho zu einem zerrütteten Real Madrid zurück. Ob Minus und Minus zu Plus werden kann, lesen Sie hier.