Real Madrid: Mbappé wehrt sich gegen Kritik nach Shirtaktion zu Ceuta
Der Kapitän von Real Madrid, Kylian Mbappé, hat Kritik nach dem Tragen von Solidaritätsshirts für die Migranten in Ceuta zurückgewiesen. Er habe »volle Solidarität mit Ceuta«, sagte Mbappé der spanischen Sportzeitung As. Beim Spiel von Real Madrid gegen den FC Elche trugen die Spieler beider Mannschaften vor dem Spiel Shirts mit der Solidaritätsaufschrift »Todos somos caballas« (Wir sind alle aus Ceuta). Darunter stand in kleinerer Schrift: »Ceuta y sus caballeros de la mar« (Ceuta und seine Ritter des Meeres).
Vor allem konservative und rechtsextreme Kreise sowie ihnen nahestehende Medien prangerten dies als Verweigerung der Solidarität mit den mehr als 80.000 Einwohnern Ceutas an. Mbappé beklagte im Interview wiederum indirekt mangelndes Mitgefühl mit Migranten. Er wollte ein Zeichen setzen und die Gedanken an alle Migranten ausdrücken, »die ihr Leben verloren haben und die ebenfalls unter schwierigen Bedingungen leben«, sagte er.
Noch 5.000 Migranten aus Ceuta sind noch in Spanien
Ende Juli waren schätzungsweise rund 72.000 Migranten aus Marokko überwiegend über das Meer in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Mindestens 80 sollen beim Versuch ums Leben gekommen sein. Während die meisten binnen Stunden zurückkehrten, sind noch rund 5.000 in Spanien. Da es nicht für alle Personen Plätze in Notunterkünften gibt, leben viele seit Wochen auf der Straße.