Real Madrid: Riesen-Wirbel: Kylian Mbappé und Vinicius wollen Ceuta-Shirts nicht zeigen
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Elche – Damit haben sie sich selbst zur Zielscheibe der Kritik gemacht. Vor dem Liga-Spiel bei Schlusslicht Elche (3:2) wollten die Stars von Real Madrid genau wie ihre Gegner mit einem speziellen Shirt ihre Solidarität mit den Einwohnern von Ceuta zeigen. Die Lage in der spanischen Exklave ist seit einem Ansturm von Migranten angespannt. Auffällig: Die Real-Stars Kylian Mbappé (27), Vinicius Junior (26) und Ibrahima Konaté (27) wollten die Botschaft auf den Ceuta-Shirts als Einzige nicht komplett zeigen. Sie trugen das Shirt nur bis zur Höhe der Brust, zogen es nicht vollständig über ihren Oberkörper und haben so für Riesen-Wirbel gesorgt. Denn dafür hagelt es von Fans in den sozialen Medien reichlich Kritik. Auch die spanischen Sport-Tageszeitungen „Marca“ und „Mundo Deportivo“ kritisieren das Trio für die Aktion.
Auf der Vorderseite der weißen Shirts stand der spanische Schriftzug: „Todos somos caballas“ (zu Deutsch: Wir sind alle Caballas). „Caballas“ ist die Bezeichnung für die Einwohner von Ceuta. Doch diese Botschaft war bei Mbappé und Vinicius nur im Ansatz zu erkennen. Die zusätzliche Botschaft in kleinerer Schrift „Ceuta y sus caballeros de la mar“ (zu Deutsch: Ceuta und seine Seefahrer) war bei den Superstars sogar gar nicht mehr zu lesen.
Dabei hatten die Königlichen vor dem Spiel selbst auf ihrer eigenen Website über die Aktion zur Unterstützung der Einwohner von Ceuta informiert. In dem offiziellen Statement heißt es: „Vor Beginn des Spiels zwischen Elche und Real Madrid liefen die Spieler beider Mannschaften im Manuel Martínez Valero mit Trikots auf den Rasen, auf denen ‚Todos somos caballas‘ zu lesen war – als Zeichen der Solidarität mit Ceuta.“
Ceuta ist der Geburtsort von Real-Ehrenpräsident „Pirri“
Zur Erinnerung: Am 30. und 31. Juli waren Zehntausende Migranten aus Marokko nach Ceuta gelangt. Viele kehrten anschließend zwar zurück. Nach Schätzungen der spanischen Regierung befinden sich aber noch Tausende in der Exklave.
Die beiden an Marokko grenzenden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla sind die einzigen Gebiete des EU-Territoriums mit einer Landgrenze zu Afrika.
Spannend: Das Thema beschäftigt auch die Real-Anhänger. Denn beim Champions-League -Duell gegen Inter hatte der harte Kern der Real-Fans im Südrang des Bernabéu ein großes Mosaik aus Ceuta-Flaggen präsentiert.
Und: Die spanische Stadt an der nordafrikanischen Küste ist der Geburtsort von Real-Ehrenpräsident José Martínez „Pirri“. Welche Gründe hinter der Aktion von Mbappé und Vinicius stecken, ist bisher unklar.