Red Bull kehrt zu Honda zurück: Quartararo muss Monster verlassen
(Motorsport-Total.com) - Der Transfermarkt mit Blick auf die MotoGP-Saison 2027 hat nicht nur die Fahrerbesetzungen kräftig durcheinandergewirbelt, sondern auch das Sponsorenumfeld aufgerüttelt.
Das betrifft auch die Energy-Drink-Hersteller Monster und Red Bull. Während der laufenden Saison schlossen Monster und Aprilia einen Sponsorendeal ab. Seit dem Rennen in Mugello prangt das grüne Logo auf der Seitenverkleidung der RS-GP.
Es ist noch offen, ob Monster im nächsten Jahr seine Präsenz bei Yamaha reduziert oder komplett von der Werks-M1 verschwindet. Gleichzeitig wird in der kommenden Saison ein unerwarteter Deal Realität.
Red Bull kehrt als Sponsor des Honda-Werksteams in die Königsklasse zurück, wie GPOne.com am vergangenen Samstag enthüllte. Die Rückkehr der österreichischen Marke zu Honda hat brisante Auswirkungen.
Fabio Quartararo, der ab der kommenden Saison als das neue Aushängeschild von Honda agieren soll, muss sich von Monster trennen. Die US-Marke begleitete den Franzosen seit seinem MotoGP-Debüt im Jahr 2019 eng.
Nach Informationen von Motorsport.com Spanien, einem Schwesterportal von Motorsport-Total.com, musste Honda die im Fahrervertrag mit Monster festgelegte Abfindungssumme übernehmen.
Der Vertrag zwischen Quartararo und Monster lief ursprünglich über 2026 hinaus. Ab Januar wird "El Diablo" Teil des Red-Bull-Athletenkaders sein. Deswegen wird Quartararo beim Valencia-Test am 1. Dezember wohl noch das Monster-Logo tragen.
Red Bull kehrt drei Jahre nach Beendigung des Engagements zu Honda zurück. Das Unternehmen nutzte damals eine Vertragsklausel, die einen vorzeitigen Ausstieg ermöglichte, falls Marc Marquez den japanischen Hersteller verlassen sollte.
Ende 2023 einigte sich der mehrfache Weltmeister mit Honda auf eine vorzeitige Auflösung seines Vierjahresvertrags vor der Saison 2024 und wechselte ins Ducati-Satellitenteam Gresini.
Marquez verließ Honda und mit ihm ging auch Red Bull. Nun vollzieht der Konzern für 2027 eine überraschende Kehrtwende. Motorsport.com Spanien geht davon aus, dass das Bullen-Logo wesentlich präsenter platziert sein wird als früher.
Red Bull und Monster liefern sich auf der Werbebühne der MotoGP seit geraumer Zeit ein intensives Duell. Aktuell fungiert Monster als Hauptsponsor der Werksteams von Yamaha sowie Aprilia und ist auch bei Ducati stark präsent.
Red Bull hingegen ist derzeit ausschließlich bei KTM vertreten. Zahlreiche Vorzeichen deuten darauf hin, dass sich die Kräfteverhältnisse mit dem Wiederaufleben der Allianz mit Honda angleichen könnten.
Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass die Vereinbarung zwischen Ducati und Monster Ende des nächsten Jahres ausläuft und die Fahrerpaarung des Werksteams 2028 mit Marquez und Acosta aus zwei Piloten bestehen wird, die fest an Red Bull gebunden sind.