"Red Storm Charlie" in Hamburg: Militärkolonne und Gleisblockade
Stand: 25.09.2026 07:42 Uhr
In Hamburg hat am Donnerstag die zivil-militärische Übung "Red Storm Charlie" begonnen. Bis Sonnabend übt die Bundeswehr die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei sowie weiteren Organisation und Unternehmen.
Am Freitagmorgen gab es nach Informationen von NDR Hamburg in Moorburg eine Störaktion von Aktivistinnen und Aktivisten. Rund 50 Menschen haben sich dort auf Bahngleise gesetzt. Sie protestieren damit gegen Waffentransporte im Hafen. Die Polizei begann damit, die Strecke zu räumen.
Militärkolonne fährt duch Hamburg
Bis spät in die Nacht zum Freitag war eine Kolonne aus Militär- und zivilen Fahrzeugen durch die Stadt gefahren. Dabei ging es über die Autobahn 7, durch Harburg, aber auch am Berliner Tor entlang oder durch Ottensen und Bahrenfeld. Rund 70 Bundeswehrfahrzeuge waren unterwegs, dazu zivile Lastwagen.
Polizei verhindert Blockade an den Elbbrücken
Über dem Konvoi kreisten Hubschrauber der Bundeswehr und der Hamburger Polizei. Aktivistinnen und Aktivisten wollten die Kolonne blockieren. Das gelang aber nicht. An den Elbbrücken fing die Polizei sie ab. Die Kolonne fuhr zu diesem Zeitpunkt bereits woanders.
Drohnenangriff simuliert
Am Donnerstagnachmittag startete die Übung mit einem Szenario, bei dem Soldaten im Hafen von einer Drohne angegriffen werden - laut Kommandeur Kurt Leonards handelte es sich um einen Nachbau der Drohne vom vereitelten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle.
Geübt wird vor allem das Zusammenspiel von Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr und zivilen Organisationen. Die Zahl der zivilen Partner stieg im Vergleich zum Vorjahr von 12 auf 60. Die Zahl der Soldaten blieb bei rund 500.
Szenarien: Chemieunfall und Anschlag auf Bahnstrecke
Am Freitag übt die Bundeswehr einen Chemieunfall und einen Anschlag auf einen militärischen Transport auf einer Bahnstrecke. Ab 11 Uhr informiert NDR.de über die Übungen in einem Liveblog.