Rees: Wagen rammt Polizeiauto auf der A3
Einen spektakulären Unfall hat es am Sonntagmorgen auf der A3 zwischen Hamminkeln und Rees gegeben. Dabei wurde eine Person schwer verletzt und musste mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Lebensgefahr könne nicht ausgeschlossen werden, so ein Sprecher der Autobahnpolizei.
Dem Unfall gegen 10.15 Uhr ging ein kleiner Unfall am Morgen voraus. Die Polizei musste daraufhin die rechte Fahrbahn auf Höhe des Rastplatzes Helderloh sperren, um den Unfall aufzunehmen. Die Fahrbahn war dafür mit Warnlampen markiert worden. Zudem stellte sich ein Wagen der Polizei davor, der mit Blaulicht, Warnlicht und einer Gefahrentafel auf das Hindernis aufmerksam machte.
Der Fahrer eines Wagens, in dem eine Familie saß, bemerkte das Hindernis auf der Autobahn vermutlich zu spät. Das Auto krachte in den Polizeiwagen und wurde zur Seite geschleudert.
Eine Person in dem Fahrzeug wurde so schwer verletzt, dass ein Rettungshubschrauber gerufen wurde, der das Unfallopfer in eine Spezialklinik flog. Auch die zwei Kinder und ein weiterer Erwachsener in dem Auto wurden verletzt, zur Schwere der Verletzungen gab es aber noch keine genauen Angaben.
Polizeibeamte wurden bei dem Crash nicht verletzt. Sie befanden sich zum Unfallzeitpunkt nicht im Wagen, sondern an der Unfallstelle des ersten Unglücks, das sich einige hundert Meter weiter ereignet hatte.
Wegen des Unfalls ist die Autobahn zwischen Hamminkeln und Rees komplett gesperrt. Die Polizei führt zudem den Verkehr zurück zur Abfahrt Hamminkeln. Das bedeutet, dass Wagen, die hinter der Unfallstelle waren, wenden dürfen und zurück zur Abfahrt fahren, um dort die Autobahn zu verlassen.
Denn die Sperrung wird wohl noch einige Zeit dauern, so der Polizeisprecher. Es ist ein Verkehrsunfall-Aufnahmeteam angefordert (VU-Team). VU-Teams sind darauf spezialisiert, schwere Unfälle aufzunehmen und zu dokumentieren. Mit moderner Technik – Drohnen, Kameras und 3D-Scanner beispielsweise – wird die Unfallstelle genauestens dokumentiert. Mechanische Spuren werden dokumentiert, aber auch Datenspeicher der beteiligten Fahrzeuge werden ausgelesen. Insbesondere moderne Fahrzeuge zeichnen mittlerweile jede Menge Daten auf – von der Geschwindigkeit über die Beschleunigung und Bremsbetätigung bis hin zum Lenkerstand. Das VU-Team sammelt so viele Erkenntnisse wie möglich, bevor es an die Bewertung des Unfalls geht.
Erst wenn das VU-Team aus Münster am Unfallort ist und seine Arbeit getan hat, können die beschädigten Fahrzeuge abgeschleppt und die Strecke wieder freigegeben werden. Gegen 16.30 Uhr war die Autobahn in dem Bereich am Sonntagabend immer noch gesperrt.