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Regenbogenbank im Tiergarten: In Gedenken an CSD-Anschlag aufgestellte Regenbogenbank zerstört

Nation

Im Berliner Tiergarten ist eine Regenbogenbank zerstört worden, die das Bezirksamt Mitte dort in Gedenken an den islamistischen Anschlag auf den Christopher-Street-Day hatte aufstellen lassen. Eine Sprecherin der Berliner Polizei sagte der ZEIT, dass ein Mitarbeiter des Grünflächenamtes die Zerstörung am Morgen gegen 8 Uhr der Polizei gemeldet habe. Man gehe davon aus, dass die Tat in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden begangen worden sei. Wegen des Verdachts auf eine Hasskriminalität habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Der Queerbeauftragte des Berliner Senats, Alfonso Pantisano (SPD), postete ein Bild der zerstörten Bank auf Instagram. Darauf ist zu sehen, dass die bunten Latten der Bank aus ihrer Verankerung gerissen worden sind. »Ich bin gerade wirklich fassungslos«, schrieb Pantisano. »Was stimmt mit Menschen nicht?« Wer einen Ort beschädige, an dem Menschen eine Tote betrauerten und an die Verletzten eines Terroranschlags erinnerten, »überschreitet für mich eine Grenze, für die mir langsam die Worte fehlen.«

Bank muss abgebaut werden

Am Abend des 25. Juli soll der Islamist Abdul B. am Rande der Abschlussveranstaltung der CSD-Parade mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge im Tiergarten gefahren sein. Anschließend soll der Mann ausgestiegen und mit einer Stichwaffe weitere Menschen angegriffen haben. Eine Frau wurde getötet, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Am Tag nach dem Anschlag wurde B. bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau erschossen. Auf seinem Handy wurde ein Bekennervideo gefunden. Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen ihn eingestellt, da gegen Tote nicht ermittelt werden kann.

Am Ort des Anschlags hatte das Bezirksamt Mitte knapp zwei Wochen nach der Tat die Regenbogenbank aufstellen lassen. Außerdem wurde ein neuer Baum gepflanzt, da ein Baum nach dem Anschlag hatte gefällt werden müssen. Der neue Baum am Gedenkort sei nicht beschädigt worden, sagte die Polizeisprecherin. Die Schäden an der Bank seien allerdings so groß, dass diese nicht repariert werden könne, sondern abgebaut werden müsse.

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