Reicht das Gas für den Winter? Bremer SWB sieht aktuell keine Probleme
Die deutschen Gasspeicher sind nur zu 55 Prozent gefüllt. Nur wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen, könnte das laut SWB zum Problem werden.
Die historisch niedrigen Füllstände der Gasspeicher von rund 55 Prozent könnten im Winter zu Engpässen führen. Davor warnt der Gasspeicher-Verband INES. Das sei der niedrigste Stand zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren. Vor einem Jahr habe der Füllstand rund 71 Prozent betragen. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht bislang keinen Anlass, an der Versorgungssicherheit zu zweifeln.
Auch der Bremer Energieversorger SWB sieht das so. "Wir sehen aus heutiger Sicht keine akute Gefährdung der Gasversorgung in Bremen und Bremerhaven", sagt eine SWB-Sprecherin auf Anfrage. Die Lage könne sich aber ändern, wenn mehrere ungünstige Faktoren gleichzeitig eintreten.
Langer kalter Winter könnte zum Problem werden
Das könnte etwa ein außergewöhnlich kalter und langer Winter sein, eine Störung internationaler Lieferketten, eingeschränkte LNG-Lieferungen, geopolitische Eskalationen oder eine deutlich höhere Nachfrage in Europa.
Nach Angaben der Speicherbetreiber ist rein technisch bis zum 1. November höchstens noch eine Befüllung auf 77 Prozent möglich. Gesetzlich ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich eine Befüllung der meisten Speicheranlagen von 80 Prozent vorgeschrieben.