DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,10 % 52.759,21 Pkt 23:10:42 S&P 500 -0,66 % 7.641,16 Pkt 23:10:33 Nasdaq -0,85 % 26.067,17 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,23 % 66.067,74 Pkt 06:54:25 Gold +1,79 % 4.597,10 USD 06:59:15 Silber +1,51 % 69,06 USD 06:59:10 Brent -0,48 % 93,33 USD 06:59:21 WTI -1,79 % 86,26 USD 06:59:26 Bitcoin +2,87 % 75.105,35 USD 07:09:25 EUR/USD +0,19 % 1,16960 USD 07:08:54 EUR/GBP -0,15 % 0,85700 GBP 07:09:25 EUR/CHF +0,44 % 0,93530 CHF 07:09:27 EUR/JPY +0,62 % 185,909 JPY 07:09:27

Reifen bis 55 mm und 32 Zoll

Wirtschaft

Silca Protocol: Infos und Preise Breitere Reifen bekommen bei Silca nicht automatisch mehr Karkassenmaterial – im Gegenteil. Protocol folgt einem von Silca als „inverse proportional design“ bezeichneten Ansatz: Mit zunehmendem Luftvolumen setzt der Hersteller auf dünnere 120-TPI-Karkassen und niedrigere Drücke. Die geringere Spannung der Karkassenfäden soll Schläge stärker über Verformung aufnehmen, statt dafür zusätzliche Materiallagen einzubauen. Auf dieser Grundidee bauen vier Modelle auf. RCG-1, RCG-3 und RCG-4 unterscheiden sich bei Profil und Pannenschutz, während der RCR auf Straße und Allroad zielt. Alle Varianten sind Tubeless Ready und nutzen Silcas Pulsar-Gummimischung sowie einen Reifenwulst mit Carbonfasern. Modelle Protocol RCR, RCG-1, RCG-3 und RCG-4 RCR Größen / Gewichte 29 mm / 290 g, 34 mm / 320 g, 38 mm / 350 g RCG-1 Größen / Gewichte 45 mm / 460 g, 50 mm / 510 g, 55 mm / 535 g RCG-3 Größen / Gewichte 45 mm / 495 g, 50 mm / 540 g, 55 mm / 590 g RCG-3 32″ 32 × 2,4″, ETRTO 61-686, 710 g RCG-4 Größen / Gewichte 45 mm / 545 g, 50 mm / 620 g, 55 mm / 650 g Karkasse Race Casing, 120 TPI Gummimischung Pulsar Compound auf SSBR- und Silica-Basis Reifenwulst CarbonBead BeadLock Tubeless alle Modelle Tubeless Ready Referenzbreite Herstellerwerte 24 Stunden nach Montage auf einer Felge mit 25 mm Innenweite Preis 119 € (UVP) pro Reifen Verfügbarkeit ab sofort silca.cc – Protocol Reifen Großes Volumen statt dicker Karkasse Silca beschreibt die Entwicklung der Protocol-Reifen bewusst aus Richtung XC-Mountainbike statt vom klassischen Rennradreifen aus. Der entscheidende Gedanke dahinter ist der niedrigere Luftdruck großvolumiger Reifen: Weniger stark gespannte Karkassenfäden können bei einem Einschlag stärker ausweichen. Dadurch will Silca Gewicht und Walkverluste reduzieren, ohne den Pannenschutz im gleichen Maß zurückzunehmen. Ob dieser Zusammenhang unter realen Bedingungen tatsächlich den versprochenen Vorteil bringt, müssen unabhängige Tests zeigen. Interessant ist der Ansatz trotzdem, weil Silca den Materialeinsatz nicht einfach mit der Reifenbreite wachsen lässt. Ein 55 mm breiter RCG-1 wiegt laut Hersteller beispielsweise 535 g und damit lediglich 75 g mehr als die 45-mm-Version. Die Pulsar-Mischung basiert auf lösungspolymerisiertem Styrol-Butadien-Kautschuk, kurz SSBR, und Silica. Beim Reifenwulst ersetzt Silca Aramid durch Carbonfasern. Der Hersteller begründet das damit, dass Carbon keine Feuchtigkeit aufnehmen und sich unter Belastung nicht längen soll – mit dem Ziel, die Passform auf der Felge über die Lebensdauer stabil zu halten. RCG-1, RCG-3 und RCG-4: Drei Gravel-Profile Die Ziffern der Gravelmodelle orientieren sich an den Geländekategorien aus Silcas Tire Pressure Calculator. RCG steht für Race Casing Gravel, die Zahlen 1, 3 und 4 markieren zunehmend anspruchsvollere Untergründe. Statt eines einzelnen Allround-Reifens verändert Silca dafür Profil und Pannenschutz. Protocol RCG-1: Für schnelle, feste Strecken Der RCG-1 ist die leichteste und am stärksten auf geringen Rollwiderstand ausgerichtete Gravel-Variante. Eine flache, gerichtete Mittelzone wird mit längeren Schulterstollen kombiniert. Beim Pannenschutz verwendet Silca die leichtere Ghost-Shield-Lage. Die drei Größen wiegen laut Hersteller 460, 510 und 535 g bei 45, 50 und 55 mm Breite. Als typische Einsatzfelder nennt Silca schnelle Gravelrennen mit festen Untergründen und längeren Asphaltpassagen. Protocol RCG-3: Mehr Schutz und sogar 32 Zoll Beim RCG-3 werden die Stollen in Richtung Reifenschulter größer, zusätzlich kommt die stärkere SealSkin-Schutzlage zum Einsatz. Für diesen Reifen nennt Silca als Ausgangspunkt einen rund 8 % höheren Luftdruck als bei stärker auf minimalen Rollwiderstand ausgelegten Race-Reifen. Damit soll übermäßige Verformung reduziert und der Durchschlagschutz erhöht werden. Neben 45, 50 und 55 mm gibt es den RCG-3 auch in 32 × 2,4″ beziehungsweise ETRTO 61-686. Das Herstellergewicht liegt bei 710 g. Damit trifft Silca auf einen bislang kleinen, 2026 aber sichtbar wachsenden 32-Zoll-Markt. Wie sich die großen Laufräder praktisch fahren, konnten wir bereits in unserem ersten Test eines 32-Zoll-Gravelbikes ausprobieren. Protocol RCG-4: Mehr Profil fürs Grobe Der RCG-4 besitzt die offenste und gröbste Profilgestaltung der Serie. Große, weiter auseinanderstehende Stollen richten sich an losen Boden, Schlamm und technischere Strecken. Die SealSkin-Schutzlage reicht hier laut Silca von Reifenwulst zu Reifenwulst. Mit 545 bis 650 g ist der RCG-4 zugleich der schwerste der drei regulären Gravelreifen. Protocol RCR: 29 bis 38 mm fürs Rennrad Beim RCR beginnt Silca dort, wo klassische Rennradreifen früher beinahe aufgehört hätten: bei 29 mm. Darüber stehen 34 und 38 mm, entwickelt wurde die Serie um eine Felge mit 25 mm Innenweite. Den 29-mm-Reifen bezeichnet Silca dabei als schmalste Größe, die auf einer 25 mm breiten Hookless-Felge noch innerhalb der aktuellen ETRTO-Vorgaben liegt. Das ist vor dem Hintergrund eines früheren Rennrad-News-Interviews mit Silca-Chef Josh Poertner bemerkenswert. Poertner äußerte sich darin ausgesprochen kritisch zu Hookless-Felgen und würde die Bauweise im Rennsport am liebsten nicht mehr sehen. Beim Protocol RCR berücksichtigt Silca den bestehenden Hookless-Markt dennoch ausdrücklich in der Konstruktion. Der Carbon-Reifenkern soll dabei unter anderem eine dauerhafte Längung des Wulstes verhindern. Der 38 mm breite RCR wiegt laut Hersteller 350 g. Silca setzt auch hier auf Luftvolumen anstelle zusätzlicher schwerer Schutzlagen. Gleichzeitig bleibt der Außendurchmesser des kompletten Laufrads mit montiertem und aufgepumptem Reifen laut Hersteller innerhalb der UCI-Grenze von maximal 700 mm. Das Profil ist nicht komplett glatt. Silca verwendet eine gerichtete Struktur, die neben Rollwiderstand und Grip auch unter aerodynamischen Gesichtspunkten entwickelt wurde. Der RCR ist damit nicht allein für klassischen Straßenbelag gedacht, sondern ebenso für Allroad-Rennen, Kopfsteinpflaster und schlechten Asphalt. Zum Marktstart veröffentlicht Silca bereits eigene Vergleichsmessungen. Beim 38 mm breiten RCR nennt der Hersteller 31,7 Watt Rollwiderstand gegenüber 40,5 Watt für einen Vittoria Corsa Pro Control gleicher Breite. Für den RCG-1 stehen 25,8 Watt gegenüber 27,0 Watt für einen Schwalbe Thunder Burt und 29,6 Watt für einen Continental Dubnital auf der Produktseite. Als unabhängiger Benchmark taugen diese Werte bislang nicht. Silca spricht zwar von kontrollierten Labortests, veröffentlicht auf den Produktseiten aber weder den vollständigen Versuchsaufbau noch Angaben zu Geschwindigkeit, Last und Reifendruck. Beim Gravelvergleich bleibt zudem offen, welche konkreten Reifengrößen gegeneinander getestet wurden. Die Ergebnisse sind deshalb zunächst Herstellerangaben. Wo liegt für euch bei schnellen Reifen inzwischen die sinnvolle Breiten-Grenze: 38 mm am Rennrad, 55 mm am Gravelbike – oder ist selbst 32 Zoll kein Tabu mehr? Infos und Bilder: Silca

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