DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,63 % 3.884,90 USD 21:59:59 Silber -5,86 % 49,14 USD 21:59:59 Brent -2,22 % 112,33 USD 21:59:57 WTI +0,93 % 102,95 USD 21:59:59 Bitcoin +0,09 % 77.270,31 USD 04:03:49 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:26:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:28:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:28:43

Rekord beim Dispo: Jeder Siebte rutscht ins Kontominus

Wirtschaft

Alarm auf deutschen Konten! Noch nie waren so viele Menschen im Minus wie jetzt. Im August rutschte jeder Siebte (13,9 Prozent) ins Kontominus. Und das Minus wird immer größer.

Die Horror-Zahlen im Überblick: Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) steckte mit über 2000 Euro tief im Dispo . Spitzenreiter beim Kontominus ist Hamburg, wo 18,4 Prozent der Menschen überzogen haben.

So sieht es in den Bundesländern aus

Der Blick auf die Landkarte zeigt: Nicht überall ist die Lage gleich dramatisch. Neben Hamburg (18,4 Prozent) liegen auch Bayern (15,9 Prozent), Hessen (15,2 Prozent), Schleswig-Holstein (15,1 Prozent) und das Saarland (15,0 Prozent) deutlich über dem Bundesschnitt. Am seltensten überzogen ihr Konto dagegen die Menschen in Brandenburg (10,0 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (10,3 Prozent). Dort bleibt also deutlich mehr Spielraum im Portemonnaie.

Zinsen für den Dispo außer Kontrolle

Fast noch erschreckender: 14 Prozent der Deutschen wussten im August nicht einmal mehr, wie viel Geld überhaupt noch auf ihrem Konto liegt. Wer aber den Überblick verliert, landet oft genau dort, wo es am teuersten wird: im Dispo. Und der kostet gerade richtig: Die Zinsen kletterten auf durchschnittlich 11,46 Prozent, im schlimmsten Fall sogar auf 15,78 Prozent.

So teuer war der Dispo seit über einem Jahr nicht mehr. Der Trend zeigt: Seit Juli 2025 klettern die Dispozinsen fast ununterbrochen – von damals 11,3 Prozent auf mittlerweile rund 11,6 Prozent im bundesweiten Durchschnitt. Ein Ende der Zinsspirale ist derzeit nicht in Sicht.

„Eine Inflationsrate von voraussichtlich 2,9 Prozent, der weggefallene Tankrabatt oder Ausgaben in der Ferienzeit. Es gibt viele Gründe, die Verbraucher finanziell überfordern können“, warnt smava-Geschäftsführer Alexander Artopé. Sein Rat: die eigene Lage nicht schönreden, sondern sofort handeln. Erster Schritt: ein ehrlicher Blick aufs Konto.

So kommen Sie raus aus der Zinsfalle

Klar ist: Zinsen vergleichen und im Ernstfall umschulden reicht allein oft nicht. Wer wirklich raus aus dem Dispo will, sollte zusätzlich diese Schritte gehen: Sofort tilgen statt warten: Jeder Euro, der aufs Konto kommt – egal ob Gehalt, Rückerstattung, Bonus – sollte zuerst das Minus verringern. Je länger das Geld im Dispo „geparkt“ wird, desto mehr Zinsen laufen auf.

Mit der Bank sprechen: Viele Institute bieten bei dauerhafter Überziehung Ratenzahlungen oder Sondertilgungen an. Ein Anruf kostet nichts. Wer schweigt, zahlt oft unnötig weiter den vollen Zinssatz. Fixkosten durchforsten: Abos, Versicherungen, Verträge. Ein Kassensturz deckt oft schnell 50 bis 100 Euro im Monat auf, die direkt in den Schuldenabbau fließen können.

Bei chronischer Überziehung: Wer es aus eigener Kraft nicht mehr schafft, sollte sich nicht scheuen, eine kostenlose Schuldnerberatung aufzusuchen.

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