Rekord: Dieses Stahlgerippe wird das höchste Windrad der Welt
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Schipkau (Brandenburg) – Ein gigantisches Windrad wächst in den Himmel. Es soll einen Rekord aufstellen. Auf einer alten Hochkippe des Braunkohle-Reviers in der Lausitz entsteht derzeit das höchste Windrad der Welt. Und das wird wirklich sehr hoch. Der Sockel steht bereits.
Die Stahlkonstruktion soll 365 Meter hoch werden und 7500 Haushalte mit Strom versorgen. Sie wird beinah doppelt so viel Energie erzeugen wie eine herkömmliche Anlage, die zwischen 200 und 250 Meter hoch ist. Hinter dem Stahl-Giganten steckt nicht nur Ingenieurs-Ehrgeiz: Er soll zeigen, wie aus dem Kohle-Revier Klettwitz in Brandenburg eine Energie-Region wird.
Windrad wird Weltrekord
Der Weltrekord ist zum Greifen nah: Gerade werden am Riesen die letzten Rotorblätter montiert. Danach wächst der Lausitzer Strom-Gigant auf seine volle Höhe von 365 Metern, wenn der Innenmast wie ein Teleskop nach oben geschoben wird. Nur drei Meter fehlen dann noch zu Deutschlands höchstem Bauwerk , dem Berliner Fernsehturm. Windrad-Chef Prof. Dr. Jochen Großmann von der Gicon-Gruppe sagt: „Was hier in Schipkau entsteht, ist weit mehr als ein Bauprojekt. Wir beschreiten technologisches Neuland und das gelingt nur dank der hochkonzentrierten, präzisen und engagierten Arbeit aller Beteiligten.“
Warum das Windrad so hoch werden soll
Die gewaltige Höhe ist kein Größenwahn, sondern hat einen ganz praktischen Grund: Ab rund 300 Metern weht der Wind deutlich stärker und gleichmäßiger als am Boden. Deshalb soll die Anlage wesentlich leistungsfähiger sein.
Ob sich das Konzept später auch wirtschaftlich im großen Stil durchsetzt, muss sich allerdings erst im Praxisbetrieb zeigen.
Rekord-Bau soll Energie der Zukunft liefern
Der Turm in Schipkau gilt zunächst als Pionier- und Demonstrationsprojekt. Der Bauträger: „Der GICON-Höhenwindturm steht für eine neue Dimension der Windenergie : mehr Energieertrag auf gleicher Fläche, bessere Nutzung bestehender Windpotenziale und eine mögliche Schlüsseltechnologie für die dezentrale, klimafreundliche Energieversorgung der Zukunft.“