Reload-Anreise verläuft in diesem Jahr ohne Chaos: Drohnen bieten Überblick
Startseite Lokales Landkreis Diepholz Sulingen Reload-Anreise verläuft in diesem Jahr ohne Chaos: Drohnen bieten Überblick Von: Sylvia Wendt Uns auf Google folgen Die Anreise zum Reload Festival in Sulingen verlief am Mittwoch reibungslos. Mithilfe von Drohnen überwachten Stadt, Polizei und Veranstalter die Verkehrsströme und leiteten die Fans bei Bedarf auf andere Routen um. Sulingen – Die Anreise zum Reload? War da was? Das Konzept, das für dieses Jahr penibel vorbereitet worden war, griff. Stadt Sulingen, Polizei, Reload: Sie haben für dieses Jahr das Anreise-Puzzle entwirrt. „Es lief alles ganz rund. Man muss halt ein bisschen mehr Zeit mitbringen an so einem Tag“, sagt Maximilian Höge, Pressesprecher der Polizei in Sulingen. Zusammen mit dem Reload-Team und der Feuerwehr hat er den Vormittag im Lagezentrum verbracht. Mittels Drohne gab es den Blick auf die verschiedenen Anfahrtsstrecken. Reload-Chef André Jürgens ist zur Mitte des ersten Anreisetages sehr zufrieden: „Unsere Pläne greifen. Wir haben die Möglichkeit, dank der Drohnenstaffel der Feuerwehr, immer aus der Luft ein Bild zu haben. Wir sehen, wo gerade Stau ist. Und dann passen wir die Verkehrsführung dynamisch an, leiten um.“ Genaugenommen gab es mehrere Routen, die das Team in petto hatte. „Da, wo nicht so viel Verkehr ist, leiten wir die Fans hin.“ Und die lassen sich leiten: „Wir haben aktuell nichts Negatives gehört, im Gegenteil: Wir haben fast nur positives Feedback. Und auch alle beteiligten Behörden. Ämter und Organisationen sind relativ zufrieden, alle Rädchen greifen ineinander.“ Die Anreise verlief im Vergleich zum chaotischen Vorjahr wesentlich besser. „Bis 10.30 Uhr lief alles sehr gut an“, bilanziert Höge. Bis zum späten Vormittag hatten sich die Reload-Fans außerhalb des Mittelzentrums getroffen und als Gruppe gesammelt, wie angeraten, um dann gemeinsam zum Eingang zu fahren. Aus Richtung Hannover war zwischenzeitlich ein erhöhtes Aufkommen zu verzeichnen. „Wir hatten einen Rückstau bis zur Ölstraße. Dann haben wir den Verkehr noch etwas umgeleitet, bis es wieder passte“, erklärt Nicole Kosinna von der Stadt Sulingen. Das Ziel, einen kilometerlangen Rückstau auf den Bundesstraßen 214 und 61 rund um Sulingen zu verhindern, wurde erreicht. Reload-Team, Stadt und Mediengruppe Kreiszeitung haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Fans unbedingt den Ausschilderungen folgen sollen. Keine Navi-Alternativen, keine Schleichwege, bitte. Dieser Bitte sind die Reload-Fans nachgekommen. Sie wurden zielgerichtet zu den Plätzen geleitet. Das klappt wesentlich besser als im vergangenen Jahr. „Das ist ein wirklich durchdachtes Konzept“, lobt Maximilian Höge aus Sicht der Polizei. Dass innerhalb der Wegeführung die Verkehrsströme kurz mal umgeleitet werden, um Entlastung zu schaffen, funktioniert. „Wir wollten und mussten innerhalb der Zuleitungen flexibel reagieren können“, erklärt Nicole Kosinna ein wichtiges Element, um einen Rückstau zu verhindern. Klar, es kommt zu kurzen Staus, es kommt immer zu Verzögerungen, weil bei der Fahrt aufs Gelände noch Abrechnungen zu erledigen sind. Andererseits darf niemand vergessen: Das Reload ist mit 20.000 verkauften Tickets restlos ausverkauft. Die Fans wollen aufs Gelände, so früh es geht. Und das ist am Mittwoch. Beschwerden aus der Bevölkerung blieben indes Einzelfälle: „Das klären wir natürlich immer einzeln alles ab“, verspricht Maximilian Höge. Das Grundgerüst für die Anreise steht, man muss flexibel reagieren können, lautet die Zauberformel. Da blieb am Mittwoch in Sulingen Zeit, für das, was immer am Mittwoch in Sulingen stattfindet: der Wochenmarkt. Frische Ware und vieles mehr auf der Langen Straße und dem Neuen Markt. Und der Fischhändler freut sich auf den Kreuzfahrt-Urlaub. Derweil rüstet sich das Erste-Hilfe-Team für die Reload-Tage. Das Zelt ist hergerichtet, an den Festivaltagen sind jeweils 60 Personen im Einsatz. Das geschulte Team arbeitet mit Feuerwehr und Polizei sowie der Security auf dem Reload zusammen. Der Hinweis lautet: „Achtet auf euch und andere, trinkt genügend Wasser.“ Jeder Helfer, ob Security, Feuerwehr, Polizei oder Sanitäter, ist dabei gleichsam Ansprechpartner auf dem Gelände, um schnell versorgt zu werden, sollte die Hitze jemandem zusetzen.