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Remberg verrät großes HSV-Geheimnis

Sport

Der HSV hat einen neuen Kapitän – und der Stolz war Nicolai Remberg anzumerken, als er seine Mannschaft am Samstag gegen Everton erstmals mit der Binde am Arm auf den Platz führte. Mindestens genauso wichtig dürften dem Mittelfeldmann allerdings die Worte seines Vorgängers sein, der fast schon überschwänglich auf den Amtswechsel reagierte. „Wenn ich Trainer wäre, hätte ich ihn auch gewählt“, lobte Ex-Käpt’n Yussuf Poulsen. Das Ergebnis wollte zum Einstieg noch nicht ganz stimmen. Doch das 1:2 (0:1) im Test gegen den Premier-League-Klub konnte Rembergs Freude über das kurz vor der Partie vom HSV Verkündete nicht schmälern. „Gerade bei diesem Verein bedeutet mir das unglaublich viel“, schwärmte der 26-Jährige. „Es ist wirklich eine Ehre und ich weiß das extrem zu schätzen. Das ist nichts Normales für mich.“ Remberg kam im Vorjahr aus Kiel zum HSV Anzeige Mit der Ernennung zum Kapitän lässt der Ex-Kieler einen weiteren Höhepunkt im Rahmen seines kometenhaften Aufstiegs beim HSV folgen. Vor Jahresfrist kam er für 2,5 Millionen Euro von Holstein, wurde auf Anhieb Stammspieler und Leistungsträger. In 32 Bundesligaspielen der Vorsaison kam Remberg zum Einsatz. Nun erfolgte die Ernennung zum Kapitän. „Ich habe nicht daran geglaubt, nach einem Jahr hier Kapitän zu sein“, ließ er wissen. „Aber ich bin mir der Verantwortung bewusst.“ Tatsächlich wusste Remberg schon länger, dass die Wahl auf ihn fallen würde. Das gab er nach der Everton-Partie zu: „Ich wusste es schon. Nicht seit ein paar Wochen, aber seit dem Trainingslager. Ich habe es dann aber noch für mich behalten.“ Anzeige Auch Poulsen war in die HSV-Pläne eingeweiht Auch sein Vorgänger war in die Pläne eingeweiht. Poulsen, der in der Vorsaison die Binde von Polzin erhalten hatte, nimmt es nicht nur sportlich, sondern lobt seinen Nachfolger in den höchsten Tönen: „Ich bin froh, dass Rambo jetzt die Binde hat, denn er ist die Zukunft des HSV – als Leader, als Kapitän.“ Der Trainer habe sich zuvor mit ihm ausgetauscht. „Am Ende ist es seine Entscheidung und ich finde sie richtig“, so Poulsen, der neben Remberg sowie den Stellvertretern Albert Sambi Lokonga und Nicolás Capaldo künftig als eine Art Mentor fungieren soll. Anzeige Von Remberg dürfte in Zukunft Klartext zu erwarten sein, sobald dies gefordert wird. Aber auch nur dann. „Ich bin keiner, der sich ständig vor die Mannschaft stellt, mit Alibi-Phrasen um die Ecke kommt und Probleme sucht, wo keine sind“, stellte der Mittelfeldmann klar. „Ohne irgendwen speziell zu meinen: Ich habe es oft erlebt, dass man vielleicht irgendwo Probleme ein bisschen herzaubert. So bin ich nicht. Ich will ein Vorbild neben und auf dem Platz sein.“ Und weiter: „Natürlich kommen auch Themen, die unangenehm sind, wenn Spieler nicht spielen, wenn es mit den Trainern Diskussionen gibt. Da möchte ich auch Schritte machen und mich den Aufgaben stellen.“ Über allem aber stehe das persönliche Engagement jedes einzelnen Spielers: „80 Prozent reichen nicht. Ich möchte, dass jeder an sein Limit kommt. Und da pushe ich die Jungs im Training, aber auch neben dem Platz.“ HSV-Trainer Polzin lobt Remberg in den höchsten Tönen Remberg wird vorangehen, diesbezüglich kann sich beim HSV jeder sicher sein. „Er ist ein absoluter Leader in allem“, sagte Polzin. „Er ist ein Über-Performer, schafft es, Grenzen zu verschieben, geht an jedem einzelnen Tag raus aus der Komfortzone und zieht damit alle anderen mit in die Richtung, in die wir gehen wollen.“ Auch für Polzin und Remberg schließt sich mit der Bestimmung zum HSV-Kapitän ein Kreis. Einst spielte der heutige Musterprofi bei der U17 des VfL Osnabrück vor, als Polzin dort Trainer war – und wurde wieder weggeschickt. „Er war ein ganz lieber Junge, fußballerisch sehr begabt“, erinnerte sich Polzin. „Es muss aber nicht nur das Fußballerische passen, sondern auch gerade in dem Alter die Dinge, die drumherum passieren. Wir haben uns damals beide dagegen entschieden, das zu machen. Umso schöner war es letztes Jahr, ihn hier wiederzusehen. Das ist auch eine Geschichte, die uns verbindet und zusammenschweißt.“

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