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Rente: Damit können Millionen Menschen bald rechnen

Nation

Nach dem deutlichen Plus im Sommer 2026 zeichnet sich für Deutschlands Rentner*innen bereits die nächste Rentenerhöhung ab. Noch steht die Anpassung für 2027 nicht endgültig fest, doch aktuelle Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung geben einen ersten konkreten Hinweis darauf, wie stark die Altersbezüge im kommenden Jahr steigen könnten.

Rentenerhöhung 2027 könnte bei 4,4 Prozent liegen

Grundlage dieser vorzeitigen Prognosemöglichkeit ist die Frühjahrsfinanzschätzung 2026 der Deutschen Rentenversicherung. Für 2027 rechnet man demnach mit einer Rentenerhöhung von 4,4 Prozent. Gleichzeitig soll der Beitragssatz, den Beschäftigte und Arbeitgeber*innen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, nach der Vorausberechnung zunächst bei 18,6 Prozent bleiben. Auch das Sicherungsniveau, das zeigt, wie hoch die Rente im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen ausfällt, wird gleichbleibend mit 48 Prozent angesetzt.

Zum Vergleich: Seit dem 1. Juli 2026 erhalten rund 21,5 Millionen Rentner*innen bereits 4,24 Prozent mehr Geld. Dadurch stieg der aktuelle Rentenwert von 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Die Bundesregierung nannte die positive Lohnentwicklung als entscheidenden Faktor für das jüngste Rentenplus. Die Anpassung 2027 könnte also noch einmal höher ausfallen.

Topaktuell

So viel mehr Geld könnte die Erhöhung bringen

Sollte die Prognose von 4,4 Prozent tatsächlich eintreten, macht sich die nächste Rentenerhöhung deutlich im Geldbeutel bemerkbar. Bei einer bisherigen monatlichen Bruttorente von 1.000 Euro wären es rechnerisch 44 Euro zusätzlich. Bei 1.500 Euro wären es 66 Euro mehr, bei 2.000 Euro 88 Euro und bei 2.500 Euro monatlich 110 Euro zusätzlich.

Mögliche Anpassungen in Euro

Auch für die folgenden Jahre enthält die Finanzschätzung erste Werte. Demnach könnte die Anpassung 2028 auf 2,3 Prozent zurückgehen, 2029 bei 2,8 Prozent und 2030 bei 2,9 Prozent liegen. Gleichzeitig erwartet die Rentenversicherung einen steigenden Beitragssatz: Für 2028 werden 19,9 Prozent angenommen, für 2029 und 2030 jeweils 20 Prozent. Das Rentenniveau soll in diesem Zeitraum weiterhin bei 48 Prozent liegen.

Aktuelle Prognose der kommenden Rentenerhöhungen

Mittlerweile gibt es allerdings eine noch etwas höhere Prognose für die Rentenerhöhung 2027. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet laut Tagesspiegel aktuell mit einem Anstieg der gesetzlichen Renten um 4,7 Prozent zum 1. Juli 2027. Als Grund nennen die Expert*innen vor allem die vergleichsweise kräftige Lohnentwicklung im Jahr 2026. Auch Ökonom*innen der Deka-Bank halten demnach ein Rentenplus von mehr als vier Prozent für realistisch. Die Deutsche Rentenversicherung bleibt bislang jedoch bei ihrer bisherigen Prognose von 4,4 Prozent. Welche der Schätzungen der tatsächlichen Rentenanpassung näherkommt, wird sich erst zeigen, wenn die dafür maßgeblichen Daten feststehen.

Der endgültige Wert steht noch nicht fest

Für Rentner*innen gibt es allerdings einen entscheidenden Vorbehalt, denn bislang handelt es sich dabei um keine bereits beschlossene Rentenerhöhung. Die Frühjahrsfinanzschätzung arbeitet unter anderem mit wirtschaftlichen Annahmen zur Beschäftigung und zu den Löhnen. Für 2027 geht sie beispielsweise von einem Wachstum der Bruttolöhne und -gehälter pro Kopf um 3,2 Prozent aus. Verändert sich die wirtschaftliche Entwicklung oder ändern sich gesetzliche Rahmenbedingungen, kann auch die tatsächliche Rentenanpassung anders ausfallen.

Festgelegt wird die tatsächliche Anpassung erst, wenn die dafür maßgeblichen Daten vorliegen und das vorgeschriebene Verfahren abgeschlossen ist. Klar ist damit bislang vor allem die positive Richtung, da die aktuelle Prognose auch nach dem jüngsten Plus von 4,24 Prozent im Jahr 2026 weiterhin auf einen Zuwachs hindeutet. Bleiben die wirtschaftlichen Annahmen bestehen, könnten Millionen Rentner*innen ab Juli 2027 von einer weiteren positiven Anpassung profitieren.

Quellen: Deutsche Rentenversicherung, Bundesregierung, Tagesspiegel

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