DAX +0,72 % 26.315,56 Pkt 11:00:19 MDAX +0,35 % 32.539,33 Pkt 11:00:18 Euro Stoxx 50 +0,37 % 6.526,88 Pkt 11:00:15 Dow Jones -0,37 % 53.885,10 Pkt 23:23:20 S&P 500 -0,34 % 7.709,96 Pkt 00:32:46 Nasdaq -0,89 % 26.348,35 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +2,91 % 4.365,40 USD 11:05:16 Silber +5,26 % 64,67 USD 11:05:08 Brent +0,53 % 82,93 USD 11:05:09 WTI +0,52 % 77,69 USD 11:05:15 Bitcoin +0,66 % 64.685,40 USD 11:15:17 EUR/USD -0,22 % 1,15310 USD 11:14:58 EUR/GBP -0,07 % 0,85740 GBP 11:15:18 EUR/CHF +0,24 % 0,93450 CHF 11:15:18 EUR/JPY +0,22 % 182,550 JPY 11:12:55

Rente nach Schwerarbeit-Regelung wie in Österreich? Wer in Deutschland davon profitieren würde

Nation

Startseite Verbraucher Rente nach Schwerarbeit-Regelung wie in Österreich? Wer in Deutschland davon profitieren würde Von: Kai Hartwig Uns auf Google folgen Die SPD fordert bei der „Rente mit 63“ eine Härtefallregelung für belastende Berufe. Und verweist auf eine fast 20 Jahre geltende Regelung in Österreich. München – Mitten in der hitzigen Rentendebatte hat die SPD einen konkreten Vorschlag auf den Tisch gelegt: eine Härtefallregelung für Menschen, die ihr Leben lang unter besonders schwerer körperlicher oder psychischer Belastung gearbeitet haben. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, wagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, einen Vorstoß. Deutschland solle den Blick nach Österreich richten und sich an der Schwerarbeitspension orientieren. Hintergrund ist das geplante Aus der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren – der sogenannten „Rente mit 63“, die inzwischen faktisch erst mit 64,5 Jahren greift. Die Abschaffung ist eine Empfehlung der Kommission zur Zukunft der Alterssicherung, die die schwarz-rote Koalition weitgehend umsetzen will. Das Problem: Viele Menschen in körperlich anstrengenden Berufen könnten die 45 Beitragsjahre nicht erreichen, „weil sie gar nicht bis dort durchhalten“, glaubt Wiese. Auch in Ostdeutschland formiert sich Widerstand gegen das Aus der „Rente mit 63“. Ende der „Rente mit 63“: SPD will Österreich-Modell einführen – so funktioniert die Schwerarbeitspension Das österreichische Modell gilt als Blaupause. Wie die Arbeiterkammer Österreich erläutert, ermöglicht die Schwerarbeitspension einen vorzeitigen Pensionsantritt bereits ab dem 60. Lebensjahr – also fünf Jahre vor dem regulären Pensionsalter. Voraussetzung ist, dass Versicherte mindestens 540 Versicherungsmonate (45 Jahre) angesammelt haben und davon mindestens 120 Monate (zehn Jahre) innerhalb der letzten 20 Kalenderjahre vor dem Pensionsstichtag als Schwerarbeit anerkannt wurden. Als Schwerarbeit gelten laut oesterreich.gv.at unter anderem: nächtliche Schichtarbeit Arbeit unter extremen Temperaturen Tätigkeiten mit gesundheitsschädlichen Chemikalien schwere körperliche Arbeit Seit 2007 in Kraft, wurde das Modell zuletzt ausgeweitet: Seit 1. Januar 2026 gilt auch die Pflege als Schwerarbeit – rund 1000 Pflegekräfte jährlich können damit in Österreich früher in Pension gehen. Der Abschlag bei der Schwerarbeitspension beträgt 1,8 Prozent pro Jahr des vorzeitigen Antritts – deutlich geringer als bei anderen Frühpensionsformen. Rente nach Schwerarbeit-Regelung: Welche Berufsgruppen in Deutschland profitieren würden Übertragen auf Deutschland würden vor allem Beschäftigte in Berufen profitieren, die mit hoher körperlicher Belastung verbunden sind: Bauarbeiter, Pflegekräfte, Beschäftigte im Schichtdienst oder in der Landwirtschaft, aber auch Paketzusteller. Gerade diese Gruppen schaffen es häufig nicht, die volle Beitragszeit zu erreichen – und stehen damit vor dem Problem, entweder mit Abschlägen in Rente zu gehen oder gesundheitlich angeschlagen weiterzuarbeiten. Wie ZDF heute berichtet, zeichnen sich im parlamentarischen Verfahren bereits Nachbesserungen ab – darunter ein Vertrauensschutz für 58- und 59-Jährige sowie erleichterte Zugangsbedingungen zur Erwerbsminderungsrente. Ob eine eigenständige Schwerarbeit-Regelung nach österreichischem Vorbild kommt, ist jedoch noch offen. Fest steht: Ein Aus für die „Rente mit 63“ würde in Deutschland jeden dritten Neurentner treffen. Gratis für Sie: Der große Renten-Ratgeber So holen Sie das meiste aus Ihrer Rente. Versteckte Fehler vermeiden. Dies und viele Tipps von Renten-Profis finden Sie in unserem kostenlosen Ratgeber. Laden Sie sich HIER den Ratgeber kostenlos als PDF herunter

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