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Rentenkommission will Beamtenpensionen ändern: Ökonom Bofinger fordert neue Berechnung

Nation

Nicht nur für gesetzlich Versicherte hat die Rentenkommission unangenehme Nachrichten. Auch Beamte sollen künftig Einschnitte bei ihrer Altersversorgung hinnehmen müssen. Kommissionsmitglied Peter Bofinger sieht vor allem bei einem Punkt Handlungsbedarf.

Ökonom und Mitglied der Rentenkommission Peter Bofinger hat den seiner Ansicht nach bestehenden Handlungsbedarf bei der Berechnung der Beamtenpension betont. "Es gibt die Tendenz, dass man die Leute im letzten Jahr noch mal schnell befördert, damit sie eine schöne Pension kriegen", sagte der Ökonom der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Deshalb haben wir den Vorschlag gemacht, bei Beamten künftig die letzten fünf bis zehn Jahre vor der Pension für die Höhe zu berücksichtigen."

In den Vorschlägen der Rentenkommission heißt es dazu: "Die Kommission plädiert zudem für eine Verlängerung der Wartezeit für die Versorgung aus dem letzten Amt von derzeit zwei Jahren auf fünf bis zehn Jahre. Im Vergleich zum Rentenrecht, bei dem die Rentenhöhe vom Entgeltverlauf während der gesamten Erwerbsbiografie abhängt, erscheint diese Regelung als besonders begünstigend."

Die Kommission hatte außerdem empfohlen, ihre Reformvorschläge für die gesetzliche Rente auch auf die Beamtenversorgung zu übertragen. Dazu gehört etwa die Anhebung des Rentenalters. Außerdem sollten Verbeamtungen künftig stark eingeschränkt werden. Langfristig, so die Kommission, strebe sie eine "Erwerbstätigenversicherung" für alle Berufsgruppen als "Idealbild" an.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hatte am Dienstag (23. Juni) ein Gesamtkonzept mit 33 Vorschlägen für einen tiefgreifenden Umbau der Altersvorsorge vorgestellt. Zur Kommission gehören zehn Wissenschaftler und drei Vertreter der Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD. Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas wollen das Konzept komplett umsetzen. Es gibt allerdings auch Kritik an den Vorschlägen und Widerstand. Arbeitgeber kritisieren unter anderem die geforderte Abschaffung der Minijobs. Gewerkschaften wehren sich vor allem gegen eine weitere Erhöhung der Rentenalters.

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