Rentenreform schockt junge Generation: Arbeit bis 69
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Rentenreform 2026: Wer künftig bis 69 oder 70 arbeiten muss – die Jahrgangstabelle im Überblick
Von: Martina Lippl
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Die Rentenkommission schlägt tiefgreifende Reformen vor. Das Eintrittsalter soll steigen. Für jüngere Generationen könnte die Rente erst mit 69 Jahren beginnen.
München – Es ist bislang nur ein Vorschlag der Rentenkommission an die Bundesregierung, doch für die junge Generation könnte sich damit einiges ändern: Das gesetzliche Rentenalter soll in Zukunft dynamisch an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Es gibt keine konkreten Jahreszahlen mehr, wie „Rente mit 70“. Allerdings solle das Renteneintrittsalter frühzeitig kommuniziert werden, um Planbarkeit zu gewährleisten. Was bedeutet das für Jüngere?
Jüngere Menschen sollen nach dem Modell erst später in Rente gehen können. Die Regelaltersgrenze soll mit der Lebenserwartung im Verhältnis zwei zu eins steigen: Steigt die Lebenserwartung um ein weiteres Jahr, fließen acht Monate davon in zusätzliche Erwerbsarbeitszeit und vier Monate in eine verlängerte Rentenbezugsdauer. Ab 2032 würde das „Zwei-zu-eins-Modell“ greifen. Betroffen wären alle Jahrgänge ab 1965.
Renteneintrittsalter: Ab 2032 greift das „Zwei-zu-eins-Modell“
Hintergrund der ganzen Reform: Die bereits 2012 beschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre läuft 2031 aus. Jahrgang 1964 ist der letzte, für den die beschlossene Regelaltersgrenze gilt.
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Jahrgang 1965 ist der erste, der die neue zusätzliche Anhebung ab 2032 zu spüren bekäme. Dieser Jahrgang vollendet 2032 das 67. Lebensjahr. Die Neurentner wären der Startpunkt für die Koppelung an die Lebenserwartung. Während nach der Prognose die Anhebung noch moderat ausfällt, trifft der Effekt vor allem jüngere Jahrgänge.
Jahrgangstabelle: Wann welcher Jahrgang nach Kommissionsmodell in Rente gehen müsste
Während für den Geburtsjahrgang 1964 im Jahr 2031 noch die reguläre Grenze von 67 Jahren gilt, würden nachfolgende Generationen schrittweise länger im Beruf bleiben müssen. Bei einer angenommenen Entwicklung von einer um ein Jahr längeren Lebenserwartung etwa alle zehn Jahre verschiebt sich der reguläre Renteneintritt nach hinten:
Die Rente mit 69, gekoppelt an die Lebenserwartung nach der mittleren Annahme der Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes, wäre im Jahr 2071 erreicht. Heute 20‑Jährige dürften demnach erst mit 69 Jahren in Rente gehen. Ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren wäre 2091 erreicht.
Aus für die abschlagsfreie „Rente mit 63“
Neben der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters ab 2032 empfiehlt die Kommission das vollständige Aus für die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte (bekannt als „Rente mit 63“). An ihre Stelle soll eine eng gefasste „Schutzrente“ treten, die ausschließlich Arbeitnehmern mit gesundheitlichen Einschränkungen offensteht.
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