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Republikaner Mitch McConnell seit Wochen verschwunden

Welt

Startseite Politik Bizarres Rätselraten in den USA: Amtierender US-Senator seit Wochen tot? Trump hat „keine Ahnung“ Von: Christoph Elzer Uns auf Google folgen Seit dem 14. Juni ist Mitch McConnell nicht mehr gesehen worden. Sein Büro schweigt, MAGA fordert einen Lebensbeweis – und selbst Trump gibt sich ratlos. Washington D.C. – Man sollte meinen, dass die Frage, ob ein amtierender US-Senator noch lebt, leicht zu beantworten ist. Doch die Realität sieht in den USA des Jahres 2026 ganz anders aus. Seit dem 14. Juni, als der 84-jährige Senator Mitch McConnell aus Kentucky ins Krankenhaus eingeliefert wurde, hat niemand aus dem Umfeld des einst mächtigsten Republikaners im Senat eine klare Antwort auf diese Frage geliefert. Fast einen Monat später ist McConnell nicht ein einziges Mal öffentlich aufgetreten. Sein Büro teilt lediglich mit, seine Gesundheit werde sich „weiter verbessern“ und er bleibe in die Senatsarbeit eingebunden, auch wenn er offensichtlich keinen Kontakt zu anderen Senatoren hat. In dieses Informationsvakuum strömt nun eine wilde Spekulation. Und die kommt nicht vom politischen Gegner, sondern ausgerechnet aus den eigenen Reihen. Mysterium um US-Senator McConnell: Was in der Nacht zum 14. Juni geschah Nach übereinstimmenden Berichten wurden Rettungskräfte zu McConnells Wohnhaus in Washington gerufen, nachdem eine bewusstlose Person gemeldet worden war – Wiederbelebungsmaßnahmen liefen bereits. Ein von der unabhängigen Journalistin Desirée Townsend beschaffter Notruf-Mitschnitt legt nahe, dass der Senator nach einem mutmaßlichen Herzstillstand reanimiert werden musste. Am Freitag veröffentlichte CNN zudem Videoaufnahmen einer Person auf einer Trage, die zu einem Krankenwagen geschoben wird – das Gesicht war allerdings nicht erkennbar. McConnells Büro hat die Berichte weder bestätigt noch dementiert. Und genau dieses Schweigen befeuert die Gerüchteküche. MAGA fordert einen Lebensbeweis – Loomer spricht von „hirntot“ Es ist eine bemerkenswerte Konstellation: Nicht der politische Gegner, sondern Trumps eigene Anhängerschaft verlangt am lautesten Aufklärung. Die rechtsextreme Aktivistin Laura Loomer behauptet unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des Weißen Hauses, McConnell befinde sich in einem „vegetativen Zustand“, sei „offiziell hirntot“ und „komme nicht zurück“. Journalistin Townsend, die den Notruf-Mitschnitt beschafft hatte, ergänzte, sie höre „dasselbe“ seit Tagen aus ihren Quellen und warte am Krankenhaus darauf, dass die Familie ihn „schließlich von den lebenserhaltenden Maßnahmen nimmt“. Der Breitbart-Bürochef in Washington, Matthew Boyle, wurde deutlich: „McConnells Mitarbeiter sollten den Zustand des Senators auf die eine oder andere Weise sofort belegen.“ MAGA-Influencer „Catturd“ fragte seine vier Millionen Follower schlicht: „Es wäre ganz einfach für McConnells Team zu beweisen, dass er noch am Leben und wohlauf ist. Macht einfach ein Video aus dem Krankenhaus. Warum tun sie das nicht?“ Republikaner beschwichtigen – Trump gibt sich ratlos Ranghohe Republikaner versuchen, die Wogen zu glätten. Mehrheitsführer John Thune und sein Amtskollege John Barrasso erklärten diese Woche, sie hätten mit McConnell gesprochen; er sei wach und beteilige sich an Diskussionen über aktuelle Themen. Thune hatte den Senator schon kurz nach der Einlieferung als jemanden beschrieben, der „gut klang“: „Er will zurückkommen, aber wann, das überlasse ich seinem Stab.“ Doch die Beschwichtigungen tragen nicht weit. Der republikanische Kongressabgeordnete Marlin Stutzman räumte am Donnerstag (9. Juli) ein, er wisse nicht, ob McConnell „am Leben oder verstorben“ sei. Und selbst Donald Trump, an Bord der Air Force One gefragt, wie es dem Senator gehe, antwortete lapidar: „Ich habe keine Ahnung, wie es ihm geht.“ Auch Senator Mike Lee wies den Verdacht zurück, die Abgeordneten steckten unter einer Decke: „Viele von uns sprechen nicht über McConnells Zustand, weil wir nichts über seinen Zustand wissen.“ Ehefrau in Peking – während der Ehemann reanimiert wird Für zusätzliche Verwunderung sorgt eine Reise, die kaum bizarrer sein könnte. McConnells Ehefrau, die frühere Verkehrs- und Arbeitsministerin Elaine Chao, reiste zwei Tage vor der Einlieferung ihres Mannes nach China – und eilte nicht etwa zurück ans Krankenbett. Drei Tage nach McConnells Zusammenbruch traf sie den chinesischen Vizepräsidenten Han Zheng; die chinesische Botschaft veröffentlichte am 17. Juni ein Foto, das Chao vor einem großen Gemälde der Chinesischen Mauer zeigt. In einer Stellungnahme ließ eine Sprecherin erklären: „Die Ministerin war auf einer lange geplanten Reise in China, um die wohltätigen Bemühungen ihrer Familie zu unterstützen. Während der Reise traf sie eine Reihe von Personen, darunter den US-Botschafter. Der Gesundheitszustand des Senators erforderte keine sofortige Rückkehr in die USA.“ Ob Chao seit ihrer Rückkehr mit ihrem Mann gesprochen hat, ließ ihr Stab offen. McConnells jüngste Tochter Porter löschte unterdessen ihr Konto bei X. Schweigen die Republikaner aus taktischen Gründen? Bleibt die Frage, warum McConnells Team nicht einfach Klarheit schafft. Eine Erklärung lautet: Das Schweigen ist Kalkül. Denn McConnell tritt ohnehin nicht mehr an, sein Nachfolger wird bei der Wahl im November zwischen dem Republikaner Andy Barr und dem Demokraten Charles Booker bestimmt – Barr gilt als klarer Favorit. Sollte McConnell jedoch für amtsunfähig erklärt werden, müsste laut Gesetz in Kentucky eine Nachwahl für den Rest seiner Legislaturperiode stattfinden. Und diese sogenannten „special elections” sind unberechenbar. Steve Bannon vertritt online die These, das Büro halte den Zustand geheim, um genau eine solche Nachwahl zu verhindern. Exakt dieses Szenario steht nun überraschend auch in South Carolina an: Dort verstarb der seit 2003 amtierende Senator Lindsey Graham am Samstag, 11. Juli 2026, unerwartet nach „plötzlicher Erkrankung“, wie sein Büro am Sonntag mitteilte. Graham galt ebenfalls als enger Vertrauter von US-Präsident Trump und hätte eigentlich bei den Midterms für eine weitere Amtszeit kandidieren sollen. Nun steht in South Carolina also eine „special election“ an. Ist McConnell längst tot? Autor zieht fiesen historischen Vergleich Kentuckys demokratischer Gouverneur Andy Beshear hat McConnell unterdessen in einem offenen Brief zur Transparenz aufgefordert: „Die Menschen in Kentucky sind zunehmend besorgt über den aktuellen Zustand Ihrer Gesundheit und Ihres Wohlbefindens sowie über Ihre Fähigkeit, das Amt auszuüben.“ Und so bleibt vorerst nur die groteske Ausgangsfrage: lebt McConnell überhaupt noch? Der Autor und Meinungsforscher John Zogby zog einen historischen Vergleich, der deutlicher kaum sein könnte: Die Lage erinnere ihn an den spanischen Diktator General Franco in den 1970er-Jahren, „der als nicht mehr wach, aber noch lebendig gemeldet wurde, und nach etwa sechs Wochen glaubte das niemand mehr“. (Verwendete Quellen: USA Today, The Guardian, Daily Beast, AOL) (cel)

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