Republikaner wegen sexuellem Missbrauch seines Enkels festgenommen
Der republikanische Politiker Michael Caruso ist wegen fünf schwerer Straftaten im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch festgenommen worden. Das berichtet das US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“. Caruso ist ehemaliger Abgeordneter im Parlament des Bundesstaates Florida und aktuell Verwaltungsbeamter am Gericht von Palm Beach. In der Vergangenheit stimmte Caruso dafür, bei Erwachsenen, die wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern unter zwölf Jahren verurteilt werden, in Florida die Todesstrafe zu ermöglichen. Mehrere Übergriffe gegen Enkel Dem 67-jährigen siebenfachen Familienvater werden Entführung, sexueller Missbrauch eines Kindes und exhibitionistische Handlungen sowie Kindesmissbrauch vorgeworfen. Laut den Ermittlern soll es im Zeitraum vom Herbst 2024 bis August 2025 zu mehreren Übergriffen gegen einen von Carusos Enkeln gekommen sein, unter anderem während einer Familienkreuzfahrt, eines Angelausflugs und eines Thanksgiving-Treffens. Laut Polizei befindet sich das Kind seit April 2026 in psychologischer Behandlung. Laut Gerichtsunterlagen hatte sich der Junge seinem Vater anvertraut, nachdem dieser festgestellt hatte, dass der Junge bei seinem eigenen kleinen Bruder sexuelle Handlungen nachahmte. Daraufhin erzählte er, Opa habe seinen „Pp“ in seinen Mund gesteckt und „Pipi gemacht“, was der Junge als scheußlich beschrieb. Caruso selbst streitet die Vorwürfe ab. In der Vergangenheit hatte ihm auch eine seiner Töchter „sexuell unangemessenes Verhalten“ ihr gegenüber vorgeworfen. Nun droht Caruso die Todesstrafe „Diese Person wird die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen“, erklärte Staatsanwalt James Uthmeier. Caruso war im August 2025 von Floridas Gouverneur Ron DeSantis als Finanzkontrolleur ernannt worden und wurde am Dienstag von seinem Amt suspendiert. „Er hatte eine weiße Weste und genoss einen guten Ruf“, sagte DeSantis und bezeichnete die mutmaßlichen Verbrechen als „entsetzlich“. Sollte Caruso verurteilt werden, werde er „sehr leiden“. Denn das von ihm selbst unterstützte Gesetz, welches bei solchen Straftaten die Todesstrafe ermöglicht, ist seit Ende 2023 in Kraft. (jmi)