Republikaner zerlegen Trumps Gesandten nach Putin-Besuch
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„Was zum Teufel, Steve?“: Republikaner zerlegen Trumps Gesandten nach Putin-Besuch
Von: Lukas Richter
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Trumps Sondergesandter Steve Witkoff nennt Putin einen „Menschenfreund“ – mehrere Republikaner reagieren darauf mit scharfer Kritik.
Washington – Steve Witkoff nennt Wladimir Putin bei einem Treffen einen „Menschenfreund“ – und mehrere Republikaner aus Donald Trumps eigener Partei greifen den US-Sondergesandten dafür öffentlich an. Senator Thom Tillis spricht von einer „peinlichen und empörenden“ Aussage, Senator John Cornyn nennt Putin einen „eiskalten Killer“.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Auslöser ist eine Äußerung Witkoffs bei seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten. „Sie sprechen so oft davon, dass mein Präsident, Präsident Trump, ein Menschenfreund ist – Sie sind ebenfalls ein Menschenfreund, Sir, und dafür zolle ich Ihnen Anerkennung“, sagte Witkoff zu Putin.
Der republikanische Senator Thom Tillis aus North Carolina wandte sich daraufhin auf X direkt an den Sondergesandten. „Was zum Teufel, Steve?“, schrieb Tillis. Er bezeichnete die Aussage als „peinlich und empörend“.
Witkoff lobt Putin als „Menschenfreund“
Witkoff solle in die Ukraine zurückkehren und dort Familien von Kindern fragen, die Putin verschleppt oder getötet habe, ob sie den russischen Präsidenten ebenfalls für einen „Menschenfreund“ hielten, schrieb der Senator weiter.
Auch der republikanische Senator John Cornyn aus Texas widersprach Witkoff öffentlich. „Nein. Putin ist ein eiskalter Killer“, schrieb Cornyn auf X als Reaktion auf einen Ausschnitt mit Witkoffs Äußerung.
Cornyn fordert Unterstützung für die Ukraine
Wenige Stunden später äußerte sich Cornyn erneut zum Krieg. Die USA sollten „das Opfer unterstützen, nicht den Angreifer“, erklärte der Senator auf X. Putin werde nicht bei der Ukraine haltmachen und bedrohe bereits einige NATO-Verbündete.
Der republikanische Abgeordnete Don Bacon reagierte ebenfalls auf Witkoffs Aussage. „Eine weitere Peinlichkeit“, schrieb er auf X. Auch der frühere republikanische Senator Mitt Romney veröffentlichte einen Beitrag zu Forderungen nach einem schnellen Abkommen im Ukraine-Krieg.
Winston Churchill hätte den Zweiten Weltkrieg verkürzen können, wenn er einfach einen „Deal“ mit Adolf Hitler geschlossen hätte, schrieb Romney sarkastisch. George Washington hätte ebenso ein Abkommen schließen können, um den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zu beenden. „Selenskyj ist in guter Gesellschaft“, fügte Romney hinzu.
Witkoff traf Putin in St. Petersburg
Witkoff hatte Putin am 21. Oktober in St. Petersburg getroffen. Zuvor hatte er in Oslo Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb geführt.
Witkoff hatte bei seiner Reise nach Russland Berichten zufolge Dokumente im Gepäck, in denen mögliche Vorschläge für ein Ende des Krieges beschrieben werden. Der US-Sondergesandte erklärte zudem, die Grundlage für eine Waffenruhe sei bereits geschaffen.