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Rettungsaktion vor Zypern: Fähre mit 267 Menschen an Bord gekentert - mehrere Tote

Welt

Bei einem Fährunfall vor der Insel Zypern sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte suchten noch nach 23 Personen, sagte der zyprische Präsident Tufan Erhürman dem Sender CNN Türk. 237 Passagiere seien gerettet worden.

Das Schiff mit 267 Menschen an Bord – 259 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern – war aus der Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) ausgelaufen und dann gekentert, sagte der nordzyprische Ministerpräsident Ünal Üstel nach Angaben der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu sehen, wie Menschen in roten Rettungswesten auf dem gekenterten Schiff saßen oder standen und darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen. Dem Sender zufolge versuchte der Kapitän zunächst noch, umzukehren.

Ursache des Schiffsunglücks vor Zypern unklar

Die katamaranartige Fähre war auf dem Weg ins südtürkische Mersin, als dem zyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli zufolge Wasser in die Fähre eindrang und vier Seemeilen vor der Küste ein Notruf abgesetzt wurde. Warum Wasser in das Schiff eindringen konnte, war zunächst unklar.

Schwerer Sturm traf Zypern am Samstag

Bereits am Samstag hatte ein schwerer Sturm Teile Zyperns getroffen, ein Menschenleben gefordert und Boote vor der Südostküste der Insel in Not gebracht. Eines davon wurde von hohen Wellen gegen die Felsen gedrückt und sank. Wie der zyprische öffentlich-rechtliche Rundfunk RIK unter Berufung auf die Polizei berichtete, wurde die Leiche des Bootsführers an einem felsigen Küstenabschnitt am Kap Greco gefunden.

In der Nähe rettete ein Hubschrauber des zyprischen Zivilschutzes einen weiteren Menschen aus der stürmischen See, wie zyprische Medien berichteten.

Auch abseits der Küste führte das Unwetter zu zahlreichen Problemen. In verschiedenen Teilen der Insel liefen Straßen und Gebäude mit Wasser voll, Bäume stürzten um, es kam zu Erdrutschen und Stromausfällen. Die Feuerwehr erhielt zahlreiche Notrufe wegen Unwetterschäden.

Die meisten Einsätze gab es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers im Raum der Hauptstadt Nikosia. Ein Blitz traf einen Mann. Er wurde nach Angaben von Ärzten verletzt, er sei jedoch außer Lebensgefahr, berichtete der zyprische Rundfunk.

Das Unwetter beeinträchtigte auch den Flugverkehr der Flughäfen Larnaka und Pafos. Nach Angaben der Betreiberfirma Hermes Airports mussten am Samstagvormittag elf Flüge auf andere Flughäfen umgeleitet werden. Flüge seien jedoch nicht gestrichen worden, sagte Hermes-Airports-Direktorin Maria Kouroupi.

Nachdem sich das Wetter gebessert hatte, kehrten die vorübergehend umgeleiteten Flugzeuge nach Zypern zurück. (dpa, AFP, Reuters)

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