Revolut-Chef: „Deutschland soll unser größter Markt in Europa werden“
Paris. Revolut-Chef Nik Storonsky empfängt die Handelsblatt-Reporter auf einer Baustelle. An der Decke liegen Lüftungsrohre und Kabel frei, im Flur steht ein Montagegerüst. Der Boden ist mit Bauschutzplatten abgedeckt. In der neuen Westeuropa-Zentrale der britischen Digitalbank in Paris ist bis zur Eröffnung 2027 noch einiges zu tun.
Das Büro liegt zwischen dem Börsenviertel, dem historischen Zentrum der französischen Finanzwelt, und dem Sentier-Viertel, in dem viele Technologiefirmen und Start-ups beheimatet sind. Der neue Standort ist somit auch ein Statement – und ein Zeichen für den weltweiten Expansionsdrang von Europas wertvollstem Fintech.
Storonsky sitzt im zweiten Stock im strengen schwarzen Anzug mit roter Krawatte auf einer Couch. Wer ihm zum ersten Mal begegnet, ist von seinem laschen Händedruck, seiner leisen Stimme und seinem beinahe schüchternen Auftreten überrascht. Doch im Gespräch wird dann schnell klar, dass es dem 42-Jährigen nicht an Selbstvertrauen mangelt. Gerade in Deutschland hat Storonsky große Pläne.