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Revolut: Digitalbank fällt auf gefälschte Behörden-E-Mail herein

Technologie

Sensible Kundendaten abgegriffen

Bank fällt auf gefälschte Regierungs-E-Mail herein

Von t-online, llb

14.09.2026 - 15:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine gezielte Phishing-Attacke bei Revolut führte zur Weitergabe sensibler Daten. Das Unternehmen spricht von einem "hochentwickelten Angriff". Was Kunden jetzt wissen müssen.

Die britische Digitalbank Revolut ist Opfer eines ausgeklügelten Betrugs geworden. Wie das Unternehmen Reuters bestätigte, wurden vertrauliche Kundendaten an eine gefälschte E-Mail-Adresse weitergegeben, die scheinbar einer Regierungsbehörde gehörte. Die Anfrage wirkte authentisch, da sie über eine echte Domain und gültige Zugangsdaten erfolgte. Revolut erkannte den Betrug erst später und sperrte die Adresse umgehend.

Betroffen sind laut Revolut nur wenige Kunden, deren Daten jedoch sensible Informationen wie Geburtsdaten, Adressen, Telefonnummern sowie Kopien von Ausweisdokumenten wie Reisepässen und Führerscheinen umfassen. Auch Verifizierungsfotos und Unterlagen zu Bitcoin-Transaktionen wurden weitergegeben. Die IT-Systeme und Kundengelder seien laut Revolut nicht betroffen.

Wie konnte das passieren?

Revolut beschreibt den Angriff als "hochentwickelt". Die Betrüger nutzten eine echte Domain einer Regierungsbehörde, um eine scheinbar legitime Anfrage zu stellen. Das Unternehmen hielt die Anfrage für authentisch und übermittelte die Daten. Erst nach der Entdeckung des Betrugs reagierte Revolut und informierte die betroffenen Kundinnen und Kunden sowie Behörden, darunter Datenschutz- und Finanzaufsichtsstellen.

Die Weitergabe sensibler Daten erhöht das Risiko für Phishing-Angriffe und gezielte Betrugsversuche. Besonders vermögende Kunden könnten ins Visier geraten, da durchgesickerte Wohnadressen und Transaktionsdaten bereits in der Vergangenheit für Angriffe beispielsweise auf Krypto-Investoren genutzt wurden.

Was bedeutet das für Revolut-Kunden?

Revolut betont, dass Konten und biometrische Daten wie Gesichtsvorlagen sicher sind. Dennoch sollten betroffene Kunden wachsam bleiben und ihre Daten schützen. Das Unternehmen rät dazu, verdächtige Aktivitäten sofort zu melden und vorsichtig mit E-Mails und Anfragen umzugehen.

Das 2015 in England gestartete Fintech Revolut hat in Europa weit über 50 Millionen Kunden und gilt damit als die größte Digitalbank des Kontinents. Das Unternehmen besitzt eine vollwertige Banklizenz der Europäischen Zentralbank, erteilt über die Bank von Litauen. Guthaben auf dem Girokonto sind dadurch über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro geschützt.

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